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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Kärnten und Krain

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Der Wettlauf in Weitensfeld. 
Laubhütte darf nur bis zum Schönsonntag stehen bleiben. Der dem Feste nachfolgende 
Montag heißt „Pritschen-Montag". An diesem Tage erhält jeder Knappe, der ohne 
Bergleder ausgeht, mit der Pritsche drei Streiche und ist gezwungen, sich von weiterer 
Prügeltracht loszukaufen. 
Die Feier des Fronleichnamsfestes wird von dem Volke „Gottleimastag" 
oder „Antlaßtag" genannt. In Orten wie St. Veit, Gmünd rc. trugen am Frohnleichnams- 
tage die Bürgersfrauen noch die Goldhanbe und in der alten Herzogstadt rückt auch die 
Trabantengarde — gegründet 1596 — aus. 
In Himmelberg, Tiffen und in der Gnesau, wo sich Schießstände befinden, rücken 
die Schützen unter ihrem Rottmann aus. In der Gnesau findet nach der kirchlichen 
Function das sogenannte „Fohndrahn" statt. Nach Schluß der Procession stellt sich die 
an der Feier theilnehmende Schützencompagnie in Reih und Glied ans. Über Befehl des 
Rottmanns erfolgen mehrere Evolutionen. Nach einem Aufmarsch in Einzeln- und Doppel 
reihen, nach Bildung sternförmiger Figuren und Arabesken bildet die ganze Rotte einen 
Kreis, in dessen Mitte der Fähnrich tritt und sich mit dem „Fohndrahn" prodncirt. Alles
	        
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