Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Kärnten und Krain

145

Gruppe  anftreten,  gehört  nachgewiesenermaßen  dem  alten  heidnischen  Götterhimmel,
zumeist  dem  germanischen,  vielleicht  auch  noch  dem  römischen  und  keltischen  an.  Ihrem
geringeren  Bestände  nach  entstammen  sie  dem  Volksglauben  des  frühesten  Mittelalters.
Da  erscheinen  zunächst  die  Riesen.  Sie  führen  nur  in  wenigen  Sagen  diesen  anderswo
üblichen  Namen,  bei  dem  deutschen  Volke  in  Kärnten  heißen  sie  gemeiniglich  Heiden

Geschichtenerzählerin  beim  „Türkenfiedcrn".

(Hadn)  oder  heidnische  Leute  (hadische  Leut).  Sie  sind  von  ungewöhnlicher  Größe  und
Stärke  und  Hausen  in  den  klüfte-  und  höhlenreichen  Wänden  der  Berge.  Ihnen  gehörten
die  ältesten  Schlösser  ans  den  hohen  Vorsprüngen  der  Berge  (hadische  Schlösser).  In
einigen  Sagen  wird  ihnen  der  erste  Betrieb  des  Bergbaues  zngeschrieben  (Drau-,  Moll-,
Lieserthal).  Eine  andere  Gestalt  und  sich  vielfach  mit  den  heidnischen  Leuten  berührend
sind  die  weißen  Frauen.  Im  Oberlande  heißen  sie  meist  „salige  Frauen"  oder  „salige
Fräulein",  in  der  Gegend  um  St.  Georgen  am  Längste,  Osterwitz,  Launsdorf  fuhren  sie
den  Namen  Wileweiß  (eine  Composition  aus  dem  slavischen  böl,  a,  o  und  der  deutschen
Kärnten  und  Kram.  ^
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.