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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Kärnten und Krain

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bis  Radenthein  läuft  und  in  dem  die  Ortschaften  Afritz.  Wiesen  re.  liegen,  gibt  es  auch
Bauernhöfe,  deren  große  Wohnhäuser  ganz  aus  Holz  aufgebaut  sind,  an  welchen  m  en
Stockwerken  Gänge  uni  das  Haus  laufen  und  bei  denen  auch  an  dem  daneben  befindlichen
Wirtschaftsgebäude  nur  der  Unterbau  gemauert  ist.  Neben  demselben  befindet  sich  noch  ein
thurmartiger  Holzbau,  der  als  Getreide-Schüttboden  dient.
Die  Dörfer  in  Kärnten  bestehen  zum  bei  weitem  größten  Theile  aus  unregelmäßig
nebeneinander  liegenden  Gehöften  und  sind  die  Häuser  nicht  so  aneinander  gestellt,  daß  sie

eine  Reihe  oder  Gasse  bilden.  Groß  sind  die  Dörfer  nicht  und  zählen  gewöhnlich  nicht  mehr
als  ein  halbes  oder  ganzes  Dutzend  Häuser,  aber  sie  gewähren  durch  die  ungezwungene
unregelmäßige  Grnppirung  der  Gehöfte,  deren  Gebäude  ebenfalls  unregelmäßig  aufgefnhit
sind,  mit  den  zu  ihnen  gehörigen  Gärtchen,  dem  gemeinschaftlichen,  auch  zur  Tranke  f»r
das  Vieh  bestimmten  fließenden  Brunnen  und  dem  an  geeignetem  Platze  stehenden  großen
Nuß-  oder  Lindenbanm.  um  welchen  eine  Bank  läuft,  einen  anziehenden  malerischen
»l,.blick  In  größeren  Dörfern  liegt  am  Ende  derselben,  wenn  thunlich  an  einer  etwas
erhöhten  Stelle,  die  nieist  vom  Friedhof  umgebene  Kirche  mit  dem  einfachen,  emen  '^tock
hohen  Pfarrhofe.  Nur  in  einigen  Gegenden  im  Nordwesten  Kärntens,  z.  B.  in  der  Gnesan,
Reichenau  sind  die  Häuser  der  Dörfer  bisweilen  in  einer  Doppelzeile  an  einander  gestellt,
            
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