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St. Andrä im Lavantthal, von welchen der eine den Namen des Künstlers Philibertus
Pocobel trägt. Im Anschlüsse an diese Werke der Plastik ist ans die zwei hochinteressanten
Votivreliefs an der Stadtpfarrkirche in Spital, welche die Grafen von Cilli aus Anlaß der
Beerbung der Grafen von Orten-
burg (1418) wahrscheinlich im
Jahre 1421 haben anfertigen lassen,
hinzuweisen. Endlich sind noch die
zwei spätgothischen Hochreliefplatten
mit sieben figürlichen Darstellungen
zu St. Stefan bei Finkenstein als
ikonographisch werthvoll besonders
hervorzuheben.
Obwohl wir die Namen der
Künstler, welche diese Werke ge
schaffen haben, mit Ausnahme der
obengenannten nicht kennen, so
werden wir doch kaum fehlgehen,
wenn wir annehmen, daß die meisten
einheimisch oder doch im Lande
seßhaft waren. Fanden doch ein
heimische Künstler auch außer
Landes Beschäftigung. So hat der
Klagenfurter Bildhauer Martin
Pocobello, wohl ein älterer
Verwandter des obengenannten
Philibert, im Jahre 1024 das in
Mnrau befindliche Grabmal der
bekannten Gräfin Anna zu
Schwarzenberg, gebornen Neumann
zu Wasserleonburg, angefertigt. An
der Nordseite der Stadtpfarrkirche
Grabdenkmal des Johann Siebenhirter in Millstatt.
in Klagenfurt aber befindet sich von
diesem Meister das Grabmal seiner
im Jahre 1610 im Kindesalter verstorbenen Tochter Katharina. — An größeren
monumentalen Werken der Plastik ist Kärnten verhältuißmäßig sehr arm. Von
besonderem Kunstwerthe ist eine Marienstatne ans dem XIV. Jahrhundert in der