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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Kärnten und Krain

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als der culturfähigste erweist und trotz der Wasserarmuth wohlbewaldete Plateaus zeigt. 
Am Ausgangspunkt dieses Gebietes ragt der 1.056 Meter hohe Mo kr i c bei S ch l o ß 
Auersperg, dem noch heute mit seinem unebenen Burghof und seinem gewaltigen 
Rundthurm die alte kastellartige Bedeutung bezeugenden Stammschloß des nahezu ein 
Jahrtausend in Krain mächtigen Geschlechtes der Herren, Freiherren, Grasen und Fürsten 
von Auersperg, empor. 
Die Thäler bei Reifnitz und Laschitz begrenzen das weite zerklüftete Plateau von 
Reifnitz mit dem zu 1.120 Meter sich erhebenden Ostri vrh; die Straßen der Reifnitzer 
Gegend füllen vorab die originell bepackten Siebwaarenträger, die Werkleute einer uralten, 
einer hoffnungsreichen Zukunft entgegenblickenden Holzwaarenindustrie. 
Der durch die märchenhafte Pracht der Stalaktiten- und Stalagmitenbauten in den 
Adelsberger Grotten weltbekannte Theil von Krain, der Jnnerkrainer Boden, den nörd 
lichsten Theil des gesammten Karstplateaus, den krainischen Karst pur sxoolleirea 
darstellend, erstreckt sich zwischen den Thälern von Planina und Zirknitz und den 
Flüssen Wipp ach und Reka. Im Nordwesten mit dem Birnbaumerwald, einer 
östlichen Fortsetzung des Ternovaner Waldes im Görzischen beginnend, findet er in dem 
1.300 Meter hohen Nanos und dem 1.315 Meter hohen Suhi vrh die höchsten Gipfel; 
von diesem in südöstlicher Richtung sich ausbreitend erstreckt sich das Poiker Plateau, das 
wieder in dem nordöstlich gelegenen Velki Javornik die höchste Spitze, 1.270 Meter, 
erreicht; südöstlich vom Velki Javornik breitet sich das Plateau des Laser Schneeberges 
aus, welches in der 1.796 Meter hohen Schneekoppe culminirt. An den Birnbaumer 
wald schließt sich in nördlicher Richtung das mit den Bischoflacker und Billichgrazer 
Bergen im Westen von Laibach zusammenhängende, wohl zumeist bewaldete doch zum 
Theil schon Karstformation weisende Jdrianer Bergland. 
Das Hauptinteresse des krainischen Karstbodens bilden, wie schon angedeutet, dessen 
unterirdische Räume, die sich in vielfach verschlungenem Laufe hinziehenden Grotten und 
Höhlen, bis vor kurzem ein mythenreiches Labyrinth, in welches die exacte Forschung 
unserer Tage erst das elektrische Licht der Erkenntniß getragen hat. Weist der krainische 
Karst besonders in seiner südlich laufenden Partie ein durch die charakterisirende Menge 
von Schlünden, Trichtern, Gruben (Dolinen) gebildetes „blatternarbiges Aussehen", oder 
wie Andere im Vergleich bildlich sich ausdrücken, „eine zu Stein erstarrte Meeresfläche", 
so gewinnt die nördliche Seite dieses Hochkarstes vornehmlich Leben in den durch einigen 
Culturboden beglückten Becken „von Adelsberg oder an der Poik", von Zirknitz 
und von Planina. Diese Becken gewähren dem Naturfreund den höchsten Reiz durch 
den Contrast der sich seinem Auge eröffnenden Bilder. Neben den Ausläufen der Stein- 
Wüste, den eigenthümlichen Dolinen, den finsteren Höhleneingängen und Abstürzen, neben
	        
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