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tödtenden Gottes in Roschauz bei Tschernembl. Es ist wohl anzunehmen, daß auch das
Christenthum schon in der ersten Kaiserzeit seine Bekenner im Lande gehabt hat, obschon
dafür die Gräberfunde keine Belege geliefert haben. Außer den Namen mehrerer Kaiser,
Würdenträger und sonstigen Bediensteten in der Civil- und Militärverwaltung des Landes,
ferner von Sclaven und Freigelassenen erscheinen auch bürgerliche Beschäftigungen, wie
z. B. die Zunft der Schiffsleute, der Zimmerleute, der Schmiede, der Grobtuchmacher
auf den Jnschriftsteinen angeführt. Das schönste Denkmal der bildenden Kunst ist die fast
lebensgroße bronzene, stark vergoldete Statue eines hohen römischen Würdenträgers,
welche in Laibach beim Bau des Casinos ausgegraben wurde.
Die Hierlands gefundenen Schmuckgegenstände aus Metall tragen den Charakter
romanisirter Provinzialtypen, wie er auch an ähnlichen Gegenständen in Kärnten und
Steiermark angetroffen wird. Die Keramik richtete sich in Formgebung, Verzierung und
Relief an einzelnen Gefäßen nach römischem Geschmack; von eigenthümlichem Typus sind
die geschlossenen bauchigen, nach oben spitzen Urnen mit einer viereckigen Fensteröffnung
aus den Gräbern von Ncviodunum, welche an die altitalischen Hansnrnen erinnern. Im
Allgemeinen gilt auch in Kram die in allen Alpenländern gemachte Beobachtung, daß die
neue Cultur die alte Art der Metalltechnik und der Keramik völlig verdrängte; der alte
Formenreichthum weicht der fabriksmäßigen Einförmigkeit der Erzeugnisse, dieThonwaaren
werden auf der Töpferscheibe angefertigt und nur in einigen römischen Provinzialtypen
hat sich ein Anklang an die Knnstformen früherer Zeit erhalten.
Mit dem beginnenden Verfall Roms wurde auch Krain von Drangsalen heim
gesucht, als Durchzugsland für die Usurpatoren des Reiches, als Pforte Italiens für die
andrängenden Völkerschaften des Ostens. Als im Jahre 238 der Thracier Maximums
seinen Rachezug nach Rom unternahm, um den Senat für seine Achterklärung und die
Erhebung der Gordiane zur Jmperatorwürde zu züchtigen, traf er die erste Stadt Italiens,
Emona, menschenleer; alle Einwohner waren, dem Befehl des Senates folgend, geflohen,
nachdem sie die Thüren der Heiligthümer und die Häuser in Brand gesteckt und alle in der
Stadt oder auf dem Lande befindlichen Vorräthe theils fortgeschleppt, theils verbrannt
hatten, so daß weder für Menschen, noch für Vieh Nahrungsmittel vorhanden waren. Das
Heer überstieg ganz erschöpft die Alpen; aber vor dem belagerten Aquileja erlag es der
Kriegsnoth, und hier wurde Maximinus mit dem Sohne Maximus von den meuterischen
Soldaten ermordet.
Im Gegensatz zu diesem verhänguißvollen Geschick hielt Kaiser Theodosius 388 in
Emona einen glänzenden Triumphzug, nachdem er den Gegenkaiser Maximus, welcher die
Stadt lange Zeit belagerte, bei Siscia besiegt hatte. Bei der Verfolgung des Feindes nach
Aguileja betrat er die befreite Stadt, wo ihn alle Stände, der freie Adel, die Patncier,