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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Kärnten und Krain

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in Altlack, Weißkirchen (1074) und St. Veit bei Laibach (1085), deren Zahl im Laufe des 
XII. und XIII. Jahrhunderts bedeutend vermehrt wurde. Von Aqnileja ist auch die erste 
Klostergründnng in Krain ausgegangen. Drei Edelleute, Dietrich, Heinrich und Meinhalm, 
schenkten 1182 dem Patriarchen Peregrin, einem Freunde des heiligen Bernhard, ihr 
Gut im Orte Sittich mit der Bitte, ein Mönchskloster zu errichten. Der Patriarch erfüllte 
ihre Bitte, indem er Mönche ans dem steirischen Kloster Rein nach Sittich berief, welches 
jedoch erst 1186 bezogen wurde und sich später der besonderen Gunst des Markgrafen 
Heinrich (gestorben 1228) und seiner Gemalin Sophie erfreute. Der Markgraf liegt auch 
in Sittich begraben. Ein Jahrhundert nach der Stiftung Sittichs entstand das Kloster der 
Dominicanerinnen zu Michelstetten in Oberkrain (1221) und fast zur selben Zeit stiftete 
Markgraf Heinrich das Hospital St. Anton am Boksrnck (1228) zur Erhaltung des über 
die Lteiner Alpen aus dem Nenl- ins Sannthal nach Oberbnrg führenden Saumweges, 
sowie zur Aufnahme armer Reisenden. Als ein besonderer Gönner der krainischen Klöster 
erscheint der Sponheimer Herzog Bernhard: er berief (1223) die ersten Franciscaner 
nach Laibach, stiftete (1234) die Cisterze Mariabrnnn bei Landstraß und ungefähr 
zwei Dccennien später (1255) die Karthanse Freudenthal. In der Klosterkirche zu 
Landstraß wurde er mit seiner Gemalin, der böhmischen Königstochter Jutta, beigesetzt. 
Mit der zunehmenden Colonisation des Landes gewinnt auch das Stüdteleben immer 
festere Umrisse. Neben der alten Markgrafenstadt Krainbnrg entstand bald nach der Lech 
felder Schlacht auf den Ruinen des alten Emvna Laibach, das sich im Laufe der Jahre 
namentlich als Pfalz der Sponheimer eines immer größeren Ansehens erfreute. Hier hat 
Herzog Bernhard öfters Hof gehalten und mit Vorliebe in der nächsten Nähe, in der Burg 
„ober dem Thurm", geweilt. Von den Sponheimern erhielt Laibach auch seinen ersten 
Stadtrichter (1269). Lack blühte unter Zuwanderung deutscher Gewerbsleute auf; Stein 
(1205), Gutenwert (1251) und Weichselbnrg (1269) werden uns als Märkte bezeichnet 
und unter dem Loibl an der stark besuchten Handelsstraße nach Kärnten entstand (vor 1261) 
statt des vom Kosuta-Berge verschütteten Marktes ein neuer Ort, Nenmarktl. Um die 
selbe Zeit begannen auch die Freisinger Bischöfe die Erzlager von Eisnern anszubeuten. 
Die siegreiche Schlacht ans dem Marchfelde hatte den König Rudolf zum Herrn von 
Steiermark, Kärnten und Krain gemacht. Er beschick, den Clerus und den Adel dieser 
Länder, deren Verwaltung er dem Grafen Meinhard von Tirol übergeben, nach Jnden- 
burg, um ihre Huldigung cntgegenzunehmcn. Allein schon im Mai 1281 ernannte er seinen 
Sohn Albrecht zum Reichsverweser in den drei Ländern und am 27. Deeember 1282 
belehnte er unter Zustimmung der Kurfürsten denselben mit Krain und der Windischen 
Mark, die jedoch bis 1335 als Pfand vorläufig im Besitze Meinhards und später seines 
Sohnes Heinrich verblieben. Beide Fürsten waren dem Bürgerstande und der Kirche
	        
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