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sprechendes Zeugniß gibt. Auch die slovenische Literatur befreite sich von den engen Fesseln
der Ascese und zog, nach Inhalt und Form vertieft, die Poesie und die Aufklärung des
Volkes in ihren Gesichtskreis. Den Mittelpunkt jedes literarischen Strebens, wissenschaftlichen
Forschens und wirthschaftlichen Unternehmens bildete gegen das Ende des vorigen
und im Anfang des laufenden Jahrhunderts in Krain ein Mann, der mit großem Reichthnm
seltenen Adel des Herzens und umfassende Gelehrsamkeit, mit großer Welt- und
Menschenkenntniß Sinn für alles Gute und Schöne und unermüdlichen, echt wissenschaft-Sigimnid
Freiherr von Zois-Edelstein.
lichen Sammelfleiß verband. Als freigebiger und theilnehmender Mäeen versammelte
Sigmund Freiherr vvn Zois-Edelstein (1743 bis 1819), in den letzten zwanzig
Jahren seines Lebens kränklich, gelähmt und an sein Studirzimmer gefesselt, einen großen
Kreis vvn Männern um sich, die, wie der Historiker Anton Linhart, der Schulmann
Blasius Kumerdej, der Dichter Valentin Vodnik, der spätere Bischof Matthäus
Ravnikar, der Slavist Bartholomäus Kopitar, durch ihn unterstützt, geleitet und
gebildet, unserem Lande zu glanzvoller Zierde gereichen, wie anderseits seine reichhaltigen,
jetzt dem Landesmusenm gehörigen mineralogischen Sammlungen und seine durch seltene
Slaviea und Carniolica hervorragende Bücherei, die nach seinem Tode für die Laibacher