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verschiedenartige Unterhaltung, sondern auch für Speise und Trank gesorgt ist. Ein
Feuerwerk bildet den Schluß des Festes.
Die Kirchweihfeste, das sind die Tage, auf welche ein Kirchenpatron fällt, werden
auch an anderen Orten feierlich begangen — in Oberkrain bückt man sogar für solche
Feste einen eigenen Kuchen (struleelj), der aus Weizenmehl, Rosinen und Weinbeeren oder
mit Honig und Nüssen besteht -—, doch sind die Kirchweihfeste nur dort von größerer
Bedeutung, wo sich ein vielbesuchter Wallfahrtsort befindet; das aber ist in Krain wieder
sehr verschieden. Während nämlich Jnnerkrain keinen namhaften Wallfahrtsort aufweisen
kann, zählen Zaplaz, Primskau und Möttling in Unterkrain zu jenen Gnadenorten, zu
denen die Waller aus weiter Ferne gepilgert kommen. Oberkrain hat auch hierin die
Oberhand, indem es wohl ein halbes Dutzend Kirchen besitzt, zu denen viel gewallfahrtet
wird (zu Dravlje, Dobrova, Großgallenberg, Ehrengruben, St. Jodok, Podbrezje).
Die noch an die alten Sonnwendfeste erinnernde Johannisfeier ist ein wunder
sames Gemisch von heidnischem und christlichem Brauch. Die Fußböden der Wohnstuben
werden am Abend des 23. Juni mit Farrnkraut überstreut, an die Fensterladen Zweige
der Spierstaude (firnen lilipeirclnln) gesteckt, bei sinkender Nacht aber auf allen Bergen
Scheiterhaufen angezündet, deren Brand stundenlang erhalten wird. Glockengeläute und
das Knallen der Pistolen und Pöller mischt sich in das Singen und Jauchzen der
Jugend, die vor Muthwillen wohl auch durch die Flammen springt und dabei fingt:
Brenne, brenne, lichte Loh',
Schwing' dich auf zum Himmel froh!
Hier entfalte deine Macht
Und erfreu' uns diese Nacht;
Doch bescheiden sei im Haus,
Fahr' zum Schornstein nicht hinaus,
Nicht ins Dorf und nicht aufs Dach:
Gib doch unfern Bitten nach!
An der Kulpa ziehen am Johannisabend je vier Sängerinnen (Irresiriee) unter
Anführung eines Pfeifers von Dorf zu Dorf; sie sind angezogen wie die leolsärulei zu
Weihnachten oder vermummt nach Art der orientalischen Frauen. Auch sie singen nicht
gerne umsonst; wo ihnen das begegnet, da rächen sie sich mit einem Spottlied.
Sehr verbreitet ist der Glaube, daß am Großfrauentage (15. August) auf jedem
Obstbaum eine Schlange sitzt; doch hält man dafür, daß innerhalb der Frauentage (iirecl
ninsnrai) die Luft am reinsten fei, weßhalb in dieser Zeit (15. August bis 8. September)
die Winterkleider, Bettzeug und dergleichen zum Lüften ausgehängt werden.
Es mag nicht unpassend erscheinen, hier zu erwähnen, daß nahezu die halbe
weibliche Bevölkerung Krams den Taufnamen: Maria (Nien, Meilen, Llnrielen) führt;
die andere Hälfte theilt sich in die Namen: Agnes (bieLn), Ursula (UrSn), Katharina
(Lntrn), Elisabeth (Lpeln), Barbara (Unrda), Margareth (Nnrjetn), Gertrud (leiten),
Helene (Uenlcn), Lucia (Imeijn), Aloisia (Uoj^n). — Bei der männlichen Bevölkerung