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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Kärnten und Krain

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Kärnten und Krain. 
Mehr noch als in Oberkrain ist der Übergang aus dem Holz- in den Steinbau in 
Jnnerkrain durchgeführt, wie es ja bei dem Überflüsse an Stein und dem Mangel an Holz 
in den Karstgegenden nicht anders zu erwarten ist. Je näher Triest und dem Küstenland, 
desto ausgesprochener zeigen sich die Abweichungen, welche von der furchtbaren Kraft der 
Bora mitbedingt werden. Die Häuser sind niedrig, die zur Straße gekehrten Giebel 
vermauert und haben in der Mitte eine runde Öffnung. Das Dach ist auch sehr niedrig 
gehalten, mit nach Rinnen gelegten Hohlziegeln bedeckt und mit schweren Steinen belastet. 
Ein Einzelnhos in Grible. 
Von Haus zu Haus ist eine Mauer mit überwölbter Einfahrt ohne Dach gezogen, der 
mit Steinplatten gepflasterte schmale Hof ist nur nach dem rückwärts gelegenen Garten 
zu offen. Im Grunde des Vorhauses ist ein sehr niedriger geräumiger Herd, um dessen 
Feuer im Winter die Leute hocken und es vorziehen, von der einen Seite zu frieren, von 
der anderen sich anbrennen zu lassen, statt im Stubenofen zu Heizen; es existirt schon hier 
die den Südländern eigene Abneigung gegen künstlich erwärmte Stubenluft. 
Die Ortschaften sowohl wie die einzelnen Gehöfte in den Kesselthälern und ans den 
Hügelgeländen Unterkrains haben im Vergleich zu der gemächlich sich ausbreitenden 
Behäbigkeit des Oberkrainers ein ärmliches, auch verwahrlostes Aussehen; nur die Besitzer, 
denen außer ihren Grundstücken irgend eine geschäftliche Quelle zum Wohlstand verhüft, 
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