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befreit. Das beste ist das große Gemälde der Südwand; zu oberst thront zwischen Engeln
Christus in der Mandorla, zu unterst folgen in kleinerem Maßstabe in der Umrahmung
eines furchtbaren Höllenrachens die Verdammten, welche mit Vermeidung alles Jndeeenten
nackt gemalt und durch die
Kopfbedeckung, wie Krone,
Bischofsmütze, Tiara, in
ihrer irdischen Würde ge
kennzeichnet sind.
Die langen Schiffswände
zu St. Primus sind
ganz mit Malereien bedeckt.
Auf der Südseite ist das
Leben Mariä, auf der
fensterlosen Nordseite der
Kindermord und eine
Christenverfolgung durch
die Türken dargestellt. Eine
lebhafte, frei sich bewegende
Gabe der Erzählung und
eine flotte leichte Fertigkeit
des Vortrages zeichnet diese
Bilder aus. Als vor vierzig
Jahren die Kirche neu überdacht
wurde, beschmutzten
durch das Gewölbe sickernde
Regengüsse die Gemälde
und bei der darauffolgenden
Restauration entgingen nur
wenige Stellen einer schlechten
Übermalung. Aus den
Christusbild °n>r Außenwand des Kirchleins zu Vodeschitsch bei Veldes. ^„Ethigen weiblichen Gestalten
der Fensternischen, die unberührt geblieben sind, ist die Malweise deutlich zu
erkennen. Die Anschauung des Künstlers war von der neuen Zeit bereits stark beeinflußt;
in coloristischer Hinsicht deutet Einzelnes, wie die geschickte Hervorhebung der Helligkeit
des Jncarnats durch umgebende dunkle Töne, das Festhalten an der intonirten Localfarbe
auf oberitalienischen Einfluß; auch einige blonde weibliche Köpfe mit rundem Gesicht,