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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Kärnten und Krain

in Oberkrain vielstich der Überflutung durch Wildwässer, in 
Junerkruin durch unterirdisch aus den Gebirgsmasseu hervor- 
treteude Wassermengeu ausgesetzt und erlveitern sich nur selten zu 
größeren fruchtbaren Ebenen. Die Hauptmasse der oberkrainischen Wälder 
^ liegt zwischen 2.000 und 5.000 Fuß Seehöhe, und wenngleich geschlossene 
Bestünde theilweise noch über dieser Höhe, die Krummholzkiefern in der 
Voralpenregivn auch über 6.000 Fuß anzutreffen sind, so ist hier doch das Herabrücken 
der HolzvegctationSgrenze unverkennbar. Wo heute der Holzwuchs nur in schlittern, 
kümmernden Horsten sich erhält, findet man nicht selten — vom Sturm hingestreckt, wohl 
auch noch fest im nackten Felsen wurzelnd — modernde oder dorrende Fichten und Lärchen, 
deren Dimensionen nicht wenig mit dem niederen Kollerbnsch nebenan contrastiren. Wo 
in den Kahlschlügen der Voralpenregion die Axt des Köhlers hauste und die Schafherden 
ihr folgten, wo gelegte Weidebrände die Alpenwälder vernichteten, da ist es um die Holz- 
zncht und um den Weidenntzen wohl für immer geschehen. Infolge dessen überschreiten 
die Wälder Jnnerkrains die Waldregion nur auf dem 5.600 Fuß hohen Schneeberge. 
Die Hauptmasse der Wälder verbreitet sich über eine zwischen 1.500 und 4.000 Fuß 
Seehöhe gelegene Terrasse. Daß übrigens die Wiederbewaldung der Karstgebiete und die 
vorsorgliche Erhaltung ihrer Waldreste nicht nur für die Bewohner des Karstes von
	        
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