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Julia) und ging jenseits des Leme (InEn) über Bistro (Balle), Dignano (Divi Jani) bis
nach Pola. Hier spaltete sich die Straße. Eine Abzweigung (via Flavia) begann bei der
Porta Anrata und führte nach Medotino (Mutila oder Portus Flanaticus), eine andere
führte, von der Porta Gemina ausgehend, über Nesakton zum Arsa-Fluß.
Das Innere Istriens wurde in Cantone (poxrüi), in ,viei" und „xmgi" eingetheilt;
die Bürger hatten schwere Steuern zu tragen, genossen aber gar keine Rechte. Anders war
es in den Küstenstädten; sie blieben im Besitz ihrer Ländereien, erhielten ein Drittel des
öffentlichen Gutes (palrimoirinrn pudiiernn) und bewahrten die persönliche Freiheit, die
Gesetze und Einrichtungen; das Handelsrecht aber wurde ihnen entzogen, und zwar hauptsächlich
zu dem Zweck, um ihre Seeräubereien gegen die Liburner, welche nach dem
Griechische Vasen aus Pizzuqhi.
illyrischen Kriege (229) Bundesgenossen der Römer geworden waren, in Schranken zu
halten. Als sich später, im Jahre 50 v. Ehr., die Liburner, um sich vor den ewig unruhigen
Dalmatern zu schützen, dem Cäsar unterwarfen, befand sich das ganze heutige Istrien unter
der Herrschaft Roms, indem nämlich das eigentliche Istrien im Jahre 177, Japydien 129
und Liburnien 50 unter die Botmäßigkeit des Weltreiches gekommen war. Der erste Theil,
vom Timavus bis zur Arsia, gehörte zu Gallia Cisalpina, die beiden anderen bildeten
Theile von Jllyrien.
In den Bürgerkriegen ergriff Istrien die Partei des Pompejus und kämpfte gegen
Cäsar am Quarnero in jener Seeschlacht, welche Luean in seiner „Pharsalia" besungen
hat. Nach dem Tode des Cäsar (15. März 44) gehörte Istrien dem Decimus Brutus und
Liburnien dem Marcus Brutus (44 bis 42). Infolge der Schlacht bei Philippi (42) trat
es in den Besitz des Octavianus über, blieb aber immer der republikanischen Partei treu,
Küstenland und Dalmatien. 0