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MAK

Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Das Küstenland (Görz, Gradiska, Triest und Istrien)

Domplatz  von  Capodistria.

Bildende  Kunst  in  Istrien.
Architektur,  Burgen  und  Grtsanlagen.
ie  an  Zahl  und  Bedeutung  erwähueuswerthesten  Bauwerke  Istriens
liegen  fast  sämmtlich  an  der  Westküste  des  Landes.  Ihre  Entstehung
folgt  dem  Zuge  des  Handels  und  Verkehrs,  der  hier,  begünstigt  durch
sichere  Buchten  und  Hafenplätze,  seit  frühester  Zeit  ein  reger  war.  Die
dem  Quarnero  zugekehrte,  an  Häfen  arme  Ostküste,  wie  auch  das  Innere
des  Landes  waren  dagegen  zu  keiner  Zeit  jener  stetigen  culturellen  Entwicklung  zugänglich,
welche  iil  Bauwerken  hervorragender  künstlerischer  Bedeutung  hätte  zum  Ausdruck  kommen
können.  Die  günstige  Lage  und  vortheilhaste  Gestaltung  der  Westküste  hatte  auch  für  diese
eine  lebhafte  Einflußnahme  von  außerhalb  zur  Folge,  die  wieder  für  Form  und  Stil  der
Baulichkeiten  von  Bedeutung  wurde.  Das  Innere  des  Landes  blieb  unter  viel  ungünstigeren
Verhältnissen  verschiedener  Art  hiervon  wenig  berührt,  seine  vielen  Fendalschlösser  oder
die  Reste  derselben  haben  in  den  seltensten  Fällen  jene  architektonische  Bedeutung,  welche
auch  hier  den  Einfluß  einer  lebhaften  künstlerischen  Thätigkeit  erkennen  läßt.  Faßt  man
die  Bauwerke  der  Westküste  in  ihrer  Gesammtheit  ins  Auge,  so  zeigt  sich,  daß  sie  in
Küstenland  und  Dalmatien.  17
            
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