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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Das Küstenland (Görz, Gradiska, Triest und Istrien)

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steinbesäeten Landschaft liegen armselige Ansiedlungen, zerstreute, niedere Steinhütten mit 
Ziegeln in Mörtelverbindung gedeckt, weil jede andere Bedachung von der Bora hinweg 
gefegt würde. Jedoch auch die Cicerei bietet überraschende Ausnahmen, wie sie in ganz 
Istrien auftreten, denn hier und da findet sich nebst den verschwindend kleinen auch eine 
große, thalartig ausgedehnte Doline, bedeckt mit Kulturen, mit freudigem Saatengrün im 
Frühjahr, selbst mit Wiesenstreifen und dichterem Banmwuchs. Die größte dieser Dolmen 
ist jene von Lanisce, sie senkt sich beiläufig 80 Meter unter die sie umgebende Plateauebene, 
Der karstige öicenboden bei Slum. 
ist etwa zwei Gehstunden lang und eine halbe Stunde breit; an ihren bebuschten Gehängen 
kommen Quellen hervor, am Rande des tiefgründigen ebenen Bodens, gegen das Gehänge 
hin liegen drei kleine Ortschaften, deren Bewohner den ungewöhnlichen Natursegen 
ausbeuten. 
Ehe nur ans diesem Theile des Landes unsere Reise nach Süden fortsetzen, müssen 
wie einer landesüblichen Eintheilung gedenken: der Eintheilung in Istiin binnen, Istrin 
glniin und Iskrin rossn (weißes, gelbes und rothes Istrien). Es ist begreiflich, daß in 
einem Lande, dessen Boden größtentheils einer verhüllenden Vegetativnsdecke entbehrt, die 
Eigenthümlichkeit des nackten Bodens sowohl in landschaftlicher als cultureller Beziehung 
eine hinreichende Wichtigkeit gewinnt, um der Bevölkerung als Eintheilungsgrund zu
	        
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