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leider allzufrüh verstorbene Cyprian Porumbesku (1854bis 1883), der sich als Dichter
von studentischen Liedern, ebenso wie als Componist hervorthat; ferner der auch auf
anderen Literaturgebieten wohlbekannte Pfarradministrator Konstantin Morariu,
der unter anderm „Hermann und Dorothea" ins Rumänische übersetzte (1884);
dann Temistokle Bocancea und der Pseudonymus T. Robean, von denen der
erstere ein Poem: »vilo nsgro" (1892), der letztere eine kunstvoll versificirte Erzählung
„blovslü ciö enZtoU (1894) veröffentlichte und endlich Konstantin Berarin und
Konstantin Jsopeskul (Pseudonym Verde), die ihre dichterischen Produkte in verschiedenen
Zeitschriften erscheinen ließen.
Die rumänische Volkspoesie ist, wie überall, so auch in der Bukowina eine reich
haltige. Schon in der Hurmuzaki'schen Zeitung „UueovineO wurden einige Artikel über
dieselbe und mehrere Balladen und Horalieder veröffentlicht. Auch in den späteren
Journalen, sowie in einigen Kalendern haben derlei Erzeugnisse Eingang gefunden. Eine
Sammlung von Volksmärchen (1886) und von Weihnachtsliedern (1888) veranstaltete
der Universitätsprofessor I. G. Sbiera. Besonders aber hat sich in dieser Beziehung
der Suczawer Gymnasialkatechet Simion Fl. Marian verdient gemacht, indem er
Sammlungen von Balladen (1873), von Doinas und Horas (1875), von Volks
überlieferungen (1878 und 1895), von Entzanberungsformeln (1886), von Gebräuchen
bei der Hochzeit (1890), bei der Geburt (1892) und bei der Beerdigung (1892), von
Zauber- oder Hexenformeln (1893) und von Volkssatiren (1893) publicirte und außerdem
über die Chromatik bei den Rumänen (1882) als Antrittsrede nach seiner Ernennung
zum Mitgliede der rumänischen Akademie der Wissenschaften in Bukarest, und über die
rumänische Volksornithologie (1883) vorzügliche Abhandlungen schrieb.
Auf dem Gebiete der Tonkunst publicirte der verdienstvolle Musikprofessor Erz
priester Isidor Worobkiewicz — anbelangend die rumänische Stilisirung unter Mitwirkung
des I. G. Sbiera — ein Handbuch für die Harmonielehre (1869).
Sprache. — Die Bukowiner Rumänen sprechen die gleiche Sprache wie jene
Ungarns, Siebenbürgens, Rumäniens und Bessarabiens, und insbesondere ist ihre
Schriftsprache dieselbe, wiewohl die literarischen Erzeugnisse in stilistischer Beziehung
von der fremden Sprache, in der die Schriftsteller ihre Studien gemacht haben, stark
beeinflußt erscheinen; namentlich gilt dies von den frühesten literarischen Produkten
in der eigenen Sprache. Beim Landvolke jedoch trifft man hie und da in den Dörfern,
aber auch in diesen nicht bei jedem Individuum, eine abweichende Aussprache einiger
Wörter an. Es herrscht nämlich seit uralter Zeit bei den Rumänen eine Neigung, gewisse
Consonanten vor i und le (oft 6 geschrieben) erweichter auszusprechen oder gar in andere
zu verwandeln. Dies trifft in der Regel bei den Consonanten p, k, 1, v und in ein.