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der rumänischen Städter und bei den Handwerkern und Gewerbetreibenden, die zur
Bezeichnung ihrer Werkzeuge und mancher Handlungen oft fremde Wörter gebrauchen.
Im Allgemeinen sprechen die Gebirgsbewohner viel reiner rumänisch als die Bewohner
des flachen Landes, und von diesen wieder jene, welche von den Städten und Märkten
weiter entfernt sind oder kein bei Fremden erlerntes Handwerk betreiben.
Ruthenische Sprache und Literatur.
In der Sprache der Bukowiner Ruthenen lassen sich deutlich zwei Dialeete
unterscheiden: ein nördlicher und ein südlicher. Als die Grenzscheide zwischen den
beiden Dialecten ist speciell die Linie anzusehen, die man sich von Nepokokoutz aus über
Czartoria, Woloka am Czeremosz, Ober- und Unter-Stanestie bis Sadowa und von da
ostwärts über Korrzestie, Milleszoutz und St. Jlie bis Jpotestie gezogen denkt.
Nordöstlich von dieser Linie ist das Gebiet des nördlichen, südwestlich das Gebiet des
südlichen Dialeetes, und gehören die soeben erwähnten Ortschaften selbst noch zum Gebiete
des nördlichen Dialeetes. Sowie aber die Bukowiner Ruthenen, strenge genommen, nur
eine östliche Abzweigung der angrenzenden galizischen, präciser pokutischen Ruthenen
sind, so ist es auch mit ihren Dialecten der Fall. Der nördliche Dialect ist thatsächlich die
bloße Fortsetzung der Mundart, die in der nördlichen Hälfte des benachbarten pokutischen
Gebietes, der südliche Dialect hingegen die bloße Fortsetzung der Mundart, die in der
südlichen Hälfte desselben Gebietes gesprochen wird. Von diesem Gesichtspunkte aus könnte
man daher den im Nordosten der Bukowina gesprochenen Dialect mit gutem Rechte auch
als den nordpokutischen, den im Südwesten der Bukowina gesprochenen Dialect als den
südpokutischen oder mit Rücksicht darauf, daß die Bewohner des südlichen Pokutiens
ebenso, wie jene des correspondirenden Theiles der Bukowina ihrer überwiegenden Mehrzahl
nach Huzulen sind, schlechtweg als den huzulischen bezeichnen.
Mit der Feststellung dieser Thatsachen ist aber die in Rede stehende Angelegenheit
keineswegs als erledigt zu betrachten. Es frägt sich jetzt, ob die bukowinischen Fortsetzungen
des pokutischen Dialeetes mit ihren galizischen Typen identisch sind, oder ob sie vielleicht
auch Eigeuthümlichkeiten enthalten, worin sie mit ihren galizischen Typen nicht ganz
übereinstimmen. In Beantwortung dieser Frage muß nun zunächst berichtet werden, daß
mindestens zwischen der bukowinischen Fortsetzung des südpokutischen Dialeetes und ihrem
galizischen Typus ein Unterschied nicht besteht. Genau, wie die Ruthenen Südpokutiens,
sprechen auch die Ruthenen des in Betracht kommenden Theiles der Bukowina, und
erstreckt sich diese Übereinstimmung nicht blos auf die lexicalischen, sondern in vollem
Maße auch auf die grammatischen Eigenthümlichkeiten. Etwas anders stellt sich dagegen