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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Bukowina

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wären,  sondern  eingeborene,  und  Josef  sogar  mit  dem  Fürstenhause  verwandt.  Der  heftige
Kirchenconflict  erscheint  somit  als  ein  Jurisdictionsstreit,  indem  die  Moldau  seit  Georg
Koriatowicz  unter  der  Jurisdiction  des  Patriarchates  von  Ochrida  (zu  jener  Zeit  unter  der
Herrschaft  von  serbischen  Fürsten)  stand,  wobei  das  Land  mit  den  bereits  angestellten
Bischöfen  die  Jurisdiction  des  Patriarchates  von  Constantinopel  und  den  von  dort  aus
ernannten  Metropoliten  nicht  anerkennen  wollte.
Wie  früher  Roman,  so  wurde  auch  Stefan  infolge  eines  unglücklichen  auswärtigen
Krieges  gestürzt.  Er  betheiligte  sich  mit  einem  Hilfscorps  an  dem  Feldzuge  des  Großfürsten ­
  Witold  von  Lithauen  gegen  die  Tataren,  der  in  der  Schlacht  an  der  Worskla  am
12.  August  1399  mit  der  Niederlage  des  polnisch-lithauischen  Heeres  und  der  Moldauer
endete.  Dies  benutzte  Roman,  um  einen  Aufstand  im  Lande  zum  Sturze  Stefans  zuwege
zu  bringen.
Roman  I.  erfreute  sich  nicht  lange  der  neuerdings  erworbenen  Herrschaft.  Swidrygietlo,
  Witolds  Vetter,  welcher  den  in  der  Schlacht  an  der  Worskla  gefallenen  Statthalter
von  Podolien  ersetzte,  nahm  Roman  im  Jahre  1400  gefangen.  Roman  ließ  hierauf  durch
seinen  Neffen  Jvasco,  Sohn  des  ehemaligen  Wojwoden  Peter,  und  einen  Bojaren  Vilcea
dem  Könige  Wladislaw  zu  Berest  in  Polen  Treue  und  Dienst  geloben.  Indessen  bemächtigte
sich,  wahrscheinlich  mit  Swidrygielios  Hilfe,  dessen  Vetter  Georg  Koriatowicz  abermals
des  moldauischen  Fürstenthrones.  Nach  seiner  ersten  Regierung  in  der  Moldau  vom  Jahre
1374  erscheint  Georg  noch  im  Jahre  1377,  da  er  in  Polen  weilte,  mit  der  Bezeichnung
„wlachischer  Wojwode".  Aus  seiner  zweiten  Regierung  ist  von  ihm  eine  Urkunde  ohne
Datum  bekannt,  in  welcher  der  „Wojwode  Stefan"  und  Romans  Söhne  Alexander  und
Bogdan  als  Zeugen  genannt  werden,  was  auf  diese  Zeit  hinweist.  Offenbar  gegen  Georgs
Usurpation  suchte  Jvasco,  „Sohn  des  Wojwoden  Peter  und  Erbe  des  moldauischen  Landes"
(Roman  muß  schon  gestorben  sein),  die  Hilfe  des  Polenkönigs  an,  welchem,  sowie  dem  Großfürsten ­
  Witold  gegenüber  er  sich  im  December  1400  durch  einen  schriftlichen  Act  zu  Treue
und  Dienst  verpflichtet,  falls  er  das  väterliche  Erbe  erlangen  und  Fürst  der  Moldau  werden
sollte.  Endlich  griff  Mircea,  Fürst  der  Walachei,  in  die  moldauischen  Wirren  ein,  nahm
Georg  gefangen  und  verhalf  Alexander,  dem  Sohne  Romans,  zum  väterlichen  Throne.
Georg  Koriatowicz  starb  in  der  Moldau,  wo  sein  Grabmal  im  Kloster  Vaslui  noch  im  Jahre
1575  zu  sehen  war.  Nach  der  Reihenfolge  der  Fürstennamen  im  Bistritzer  Diptychon
waren  ihm  Roman  und  Stefan  im  Tode  vorausgegangen.  Ihre  Grabmäler  mit  später  und
ohne  Todesjahr  gesetzten  Grabschriften  befinden  sich  in  der  Bisthumskirche  zu  Radautz.
Die  Grabschrift  Stefans  sagt,  daß  er  zu  Hirläu  (in  der  Moldau)  getödtet  wurde.
Alexander  I.  (1400  bis  1432),  mit  dem  Beinamen  der  Gute,  war  als  ältester
Sohn  des  Roman  Musat  und  der  Anastasia,  Tochter  Latzkos,  der  unbestrittene  Erbe  des
            
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