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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Bukowina

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Ehescheidung. (1421) zum Unterhalte gegebene Stadt Sereth mit dem Gute Wolowetz 
bestätigt, erhielt Elias' Witwe im Jahre 1456 diese Plätze gegen die Burgen des Schepe- 
netzer Gebietes, die wieder in den Besitz der moldauischen Fürsten gelangten. 
Unter Peter II., dem dritten Sohne Alexanders des Guten, gewann Ungarn zur 
Zeit der Reichsverweserschast des Johannes Hunyady Einfluß in der Moldau. Mit 
Hunyady verschwägert, nahm Peter im Kampfe mit seinem Neffen Roman U. (Sohn des 
Elias und durch seine Mutter mit dem Polnischen Königshause verwandt), der bei den 
Polen Unterstützung fand, seine Zuflucht zum Reichsverweser von Ungarn und bemächtigte 
sich mit dessen Hilfe im Frühjahre 1448 der Herrschaft. Noch in demselben Jahre leistete 
er nach Romans Tode die Huldigung dem Polenkönige Kazimir IV., verlor jedoch nach 
einem Jahre mit der Gunst Hunyadys (wohl wegen der Huldigung an Polen) die Herr 
schaft an Romans Bruder Alexander II. Gegen diesen erhob sich dann Bogdan II. (Sohn 
von Alexanders I. Bruder Bogdan) und zwang ihn zur Flucht nach Polen. Bogdan huldigte 
hierauf am 11. Februar 1450 dem Reichsverweser von Ungarn, Johannes Hunyady, 
und erkannte die ungarische Oberhoheit an. Er behauptete sich gegen Polen und dessen 
Schützling Alexander, der ihn mit polnischer Hilfe öfters, aber erfolglos bekriegte, bis zum 
16. October 1451, als er im Kampfe mit dem Prätendenten Peter (einem natürlichen 
Sohne Alexanders I.) bei Reusseni in der Nähe von Suczawa fiel. Sein Grabmal befindet 
sich in der ihm zum Andenken von seinem Sohne Stefan dem Großen zu Reusseni erbauten 
Kirche. Mit polnischer Hilfe gelang es nun Alexander II. sich wieder der Herrschaft zu bemäch 
tigen und sie gegen Peter zu behaupten. Im September 1452 leistete er dem Polenkönige 
Kazimir IV., im Februar 1453 auch dem Reichsverweser von Ungarn die Huldigung. Im 
Jahre 1454 mußte er aber vor Peter weichen und blieb nur auf einen kleinen Landestheil 
bei Akkerman beschränkt. Peter III. huldigte dem Könige von Polen im October 1454. Auch 
Alexander erneuerte noch im October 1455 seine Huldigung an Polen; bald darauf starb 
er, worauf Peter im Juni 1456 nochmals dem Könige Kazimir huldigte. Um die drohende 
Türkengefahr von sich abzuwenden, verstand sich Peter im Juni 1456 auch zur Zahlung 
eines Tributes an den Sultan in der Höhe von 2000 ungarischen Ducaten. 
So war das Fürstenthum durch inneren Hader in eine dreifache Abhängigkeit 
von Polen, Ungarn und der Türkei gerathen. Aus dieser schmählichen Lage befreite das 
Land Bogdans II. großer Sohn Stefan, der am Gründonnerstage des Jahres 1457 mit 
Hilfstruppen aus der Walachei vor Suczawa erschien und den besiegten Peter zur Flucht 
zwang. Auf dem Felde vireptate (— Gerechtigkeit) unter dem Jubel des Volkes zum 
Fürsten ausgerufen, ließ sich Stefan feierlich durch den Metropoliten salben. Das mit 
diesen Ereignissen zusammcnfallende Osterfest war zugleich ein Fest der Auferstehung des 
Fürstenthnms.
	        
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