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standen, rüsteten und schlossen am 1. Jänner 1292 zu Deutsch-Landsberg ein Bündniß
mit dem Erzbischof Konrad von Salzburg, der auch den Herzog Otto von Nieder-
baiern gewann.
Während die Steirer sich der laudesfürstlichen Burgen bemächtigten, drangen die
Salzburger und Baieru im Ennsthale vor, gelangten von da in das Murthal und
belagerten die Stadt Bruck, welche von dem Marschall Hermann von Landenberg ver-
theidigt wurde. Da eilte der Herzog mit seinem Heere über den tief verschneiten Semering,
wo ihm 600 Bauern mit Schaufeln den Weg bahnen mußten, herbei; die Belagerer
flohen, Friedrich von Stnbenberg wurde gefangen. Jene Adeligen, welche bisher noch
nicht Partei ergriffen hatten, schlossen sich dem Herzog an, die aufrührerischen unter
warfen sich und mit ihrer Hilfe wurde die salzburgische Stadt Friesach in Kärnten erstürmt.
Wider alles Erwarten zeigte sich der Herzog jetzt, da er gesiegt hatte, den Wünschen der
Ministerialen willfährig; eben in Friesach empfingen sie im Mürz 1292 die Bestätigung
ihrer Rechte, ja der Herzog enthob den verhaßten Landeshauptmann Heinrich von
Admont seiner Würde und setzte Hartnid von Stadeck an seine Stelle. Im Jahre 1297
wurde Abt Heinrich in der Nähe seines Klosters von einem Verwandten ermordet.
Von Albrechts I. fünf Söhnen übernahm der erstgeborene, Friedrich der
Schöne, die Negierung. Wegen Böhmens gerieth Friedrich in einen Krieg mit Heinrich
von Kärnten, dem Sohne Meinhards von Görz; 1311 ward ein Friede geschlossen, in
welchem Heinrich von Kärnten das Sannthal und Windisch-Feistritz abtrat, welche
Gebiete mit Steiermark vereinigt wurden. Drei Jahre später wurde Friedrich der Schöne
von einer Partei zum deutschen König gewühlt, dadurch aber in einen Krieg mit dem
Gegenkönig Ludwig dem Baiern verwickelt. Er zog im Jahre 1322 durch Steiermark
zum Entscheidungskampfe bei Mühldorf; in Admont rieth ihm Abt Engelbert vom Zuge
'ab und der Astrologe Bartholomäus von Verona, der im Kloster lebte, soll ihm Unglück
vorausgesagt haben. In der That wurde Friedrich bei Mühldorf geschlagen und gefangen.
Wacker kämpften die steirischen Ritter für ihren Landesherrn, besonders wird die Tapferkeit
des Ritters Heilwig von Wurmbrand gerühmt. Von dem Geschlechte der Trauttmansdorff,
erzählt die Sage, zogen 23 in die Schlacht und 20 von ihnen fanden den Heldentod.
Schon vor dem Auszuge in den Feldzug hatte Friedrich seinem Bruder Albrecht
die Regierung in Österreich und Steiermark übertragen; sein jüngster Bruder Otto — der
Fröhliche — gründete 1327 zu Neuberg im Mürzthale ein Cistercienserkloster. Die
Regierung Albrechts U. (1330 bis 1358), welcher der Weise oder, weil er seit 1330 an
Händen und Füßen gelähmt war, der Lahme genannt wurde, war friedlich. Aber zu seiner
Zeit wurde auch Steiermark von jener entsetzlichen Seuche heimgesucht, welche man den
schwarzen Tod nannte. Wer von dieser Krankheit befallen wurde, war unrettbar und in