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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Steiermark

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in  den  Fischbacher  Alpen,  vom  Grazer  Schloß-  und  Kalvarienberg  u.  s.  w.;  daran  knüpfen
sich  Sagen  von  „Tenfelsbrücken",  „Teufelsmühlen",  „Teufelskirchen",  „Teufelsgräben",
„Teufelsgrotten"  und  selbst  von  einer  „Teufelsbadestube".  Vom  dummen  Teufel,  der
sich  überlisten  ließ,  handeln  nicht  wenige  Sagen,  darunter  die  vom  „Amtmannsgalgen"  in
der  Johnsbacher  Schlucht  als  die  charakteristischste  gelten  kann.  Erwähnung  verdienen  auch
die  Sagen  vom  „Todtenbahrziehen",  „Tenfelsbannen",  von  den  „Tenfelshuseisen"  u.  s.  w.
Der  Teufel  liebt  es  auch,  in  verschiedenen  Thiergestalten  zu  erscheinen,  z.  B.  als
schwarzer  Gemsbock,  als  Rabe  oder  sonst  schwarz  befiederter  Vogel,  als  schwarzer  Hund
oder  feuriger  Fuchs;  als  solcher  bewacht  er  gerne  verborgene  Schätze.  Als  „Schrättel"
leistet  er  den  Menschen  alle  geforderten  Dienste,  zeigt  sich  auch  sonst  als  „Hiedlbua"  oder
„Gangerl"  oder  gespenstert  als  „Nachtmann",  „Spähmandl",  „Haferschimmel"  oder
„Galgenroß",  als  „Habergais",  „Ohneweigl",  „Hüengeist",  „Schabbock"  und  dergleichen
umher.  Hierher  gehören  ferner  die  „Werwölfe"  und  „Strigholden",  endlich  auch  die
„Hexen",  als  deren  berüchtigtester  Versammlungsort  der  „Hochstradnerkogel"  bekannt  ist.
Mit  dem  Teufel  in  Verbindung  bringt  der  Volksglaube  das  „wilde  Gjoad".  An
dieses  anklingend  ist  die  am  Eichseld  bekannte  Sage  von  den  „nächtlichen  Heideureitern",
welche  in  der  Rupertinacht  in  fremder  schauriger  Tracht  und  mit  bläulich  flaminenden
Lanzen  auf  schwarzen  Rossen  durch  die  Lüfte  sausen  und  auf  Christen  Jagd  machen.  Andere
Sagen  von  gespenstischen  Erscheinungen  sind  die  von  den  „Geistern  der  alten  Noriker",
welche  in  den  unterirdischen  Felsen  des  „Königreiches"  Hausen  und,  wenn  dem  Lande
^-eindesgefahren  drohen,  als  Nebelgestalteu  zur  Oberwelt  emporsteigen,  unheimliche
„Kreudseuer"  anzünden  und  die  Bewohner  auffordern,  sich  zur  Gegenwehr  zu  rüsten;
ferner  vom  „gespenstischen  Scharfrichter"  im  Freimannsloch  auf  der  Stangalpe,  vom
„Schloßvogt"  zu  Stein  und  viele  andere.
Sehr  zahlreich  sind  auch  die  Sagen  von  vergrabenen  und  im  Innern  der  Gebirge
aufgespeicherten  Lchätzen.  An  sie  knüpfen  sich  die  Traditionen  von  den  „Venedigermännchen", ­
  die  mit  Hilfe  des  alles  offenbarenden  „Bergspiegels"  die  reichen  Erzadern  in
den  Bergen,  den  kostbaren  Goldsand  in  den  Flüssen  und  Seen  aufsanden,  ihre  Schütze
ans  geheimnißvoüe  Weise  behoben  und  damit  reich  beladen  in  die  „wälsche"  Heimat
zurückkehrten.  Andere  Lagen  wieder  erzählen  von  seltsamen  Schatzhüteriunen,  von  der
„Schlangenkönigin  '  mit  dem  goldenen  Schlüssel  im  Rachen,  von  „Drachen"  und  „Lindwürmern ­
  ;  in  den  Kämpfen  mit  diesen  finden  sich  Anklänge  an  die  deutsche  Siegsriedsage,
so  die  Sagen  von  der  Entstehung  der  Wappen  von  Rvttenmann  und  Knittelfeld,  von  der
„Drachenhöhle"  bei  Röthelstein,  vom  Wildsee  am  Hohenwart  u.  s.  w.
Nicht  minder  reich  als  die  mythische  ist  auch  die  historische  und  religiöse  Sage
ausgebildet,  doch  kehren  in  manchen  derselben,  wie  in  denen  von  Karl  dem  Großen,  von
            
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