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ma's san". Eigentümlich sind Wortstellungen wie „I geh weiter nöt — i mag di mehr
not", und zwar sind diese Schwerenöter noch diesseits der Grenze, im steirischen Friih-
hopfenlande daheim. Gut heanzisch klingt:
„Drai schneewaisi Täubal
Fluign üba main Diw
Hiaz muis is' vastein,
Daß mi mai Bui nima mo''-.
Die Eule heißt der „Aufs"; „Aua-La'"^ geht man brocken; das Vieh treibt man ans die
„Aich"; das Korn ist „greift" oder „reist" gut, und wer mit Ochsen führt, muß sie „mein"
oder „menen"^.
Wo der Bergheanz aufhört und der Jäggler anfängt, ist schwer zu sagen. Gleich
wohl gilt das Jagglland, so genannt von St. Jakob im Walde, für eine eigene Dialects-
domäne. Redselig ist der Jaggler gleich dem Heanzen. Gibt es etwas Umständlicheres und
zugleich dem Bedacht Zuträglicheres als die drei jagglerischen Bejahungsformeln, wie sie
uns Rosegger mitgetheilt hat? I. „Segi wird aft sist wnl sein ja." II. „Segi wird lad"
öppa namla hisch wauhr äh sein" und III. „Segi wird aft sist lad öppa namla hisch wnl
fruandla wohr äh sein, jä!" — Dem Kleinzell anderorts entspricht hier ein Wenigzell und
die ans Waldbach, Schildbach, Löffelbach werden zu Wald-, Schild- und Löffel„bückern".
Während den Jlzern, Blumanern, Riegersburgcrn und Anderen das p oft näher liegt als
das b („Was i schuld! pin, wiar i pezoln." — „Mei olaliapsta Pruida!" — „I kaf d'r a
rosenrod Paund"), macht den Jagglern das sp oder phonetisch richtiger schp Schwierig
keiten, daher sie „Schneck"« schneiden, „Schwa"' klieben und „schweres"« Koch „eissen".
Sie haben ferner keine Jause, sondern an deren Stelle ein „Halbanbendmauhl" und die
„Watschen" sind bei ihnen ungefährlich, denn so heißt eine beliebte Mehlspeise.
^eht kehren wir aber dem diphthongirenden Hügelland den Rücken und steigen von
Natten aus den letzten Gebirgssattel hinan, der uns vom Mürzthal scheidet. Wir betreten
auf diesem Übergang das Alpel, den Heimatboden desjenigen Schriftstellers, der nicht
nur seinen angestammten Dialect, sondern die steirische Mundart überhaupt zu hohen
literarischen Ehren gebracht hat. Es ist dies P. K. Rosegger. Wir werden seiner später
noch gedenken. Aber hier schon ist der Hinweis gerechtfertigt, daß er mit seiner empfäng
lichen Jugend ebenso tief in dem Jagglerischen als in der Mürzthaler Mundart wurzelt,
daß also sein literarisches Wesen von Haus aus nicht weniger durch den südlichen als
durch den eigentlichen Hochlandsdialeet befruchtet worden ist. Beide Elemente hat er denn
auch zu seiner reichen Eigenart verschmolzen und sich so zu künstlerischem Gebrauche eine
wahrhaft vvlksthümlichc Sprache geschaffen.
' Dach. - mag. - Ahornlaub. »leiten, führen. ^ leicht. « Speck. ' Späne. «spärres, hartes.