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Das landständische Schauspielhaus im Jahre 1776.
Ende des ersten Drittels im XVIII. Jahrhundert auf dein „Tummelplätze" von einem
„Entrepreneur deren Schauspielen Pietro Mingotti" errichtet, war aber ein kleiner,
schwacher Holzbau, der nicht viel über 400 Personen faßte. Dennoch bildet diese
Erbauung einen Abschnitt in der Geschichte des Theaters der Hauptstadt, welche von nun
an ein Schauspielhaus nicht mehr entbehrte. Allerdings war es zuerst die italienische
Oper, welche darin wahrscheinlich, wie schon der Name Mingottis andeutet, auch unter
italienischer Leitung ihre Pflegestätte fand. Giovanelli, Zopi, >scalabrini, Gallnppi, der
berühmte Johann Adolf Hasse und Andere find die Namen der Componisten jener Opern,
die hier anfgeführt wurden. Die Hof- und Staatsactionen, Hanswurststücke und kleine
Ballets fehlten dazwischen allerdings nicht, doch sind es in den folgenden Jahrzehnten
zumeist nur wandernde Schauspielergesellschaften, welche uns begegnen. Zu diesen gehört
die Gesellschaft des „Principals" Josef Hadwich, welche im Jahre 1745 genannt erscheint
und sich zuvor in Linz, Passan und anderen Hauptstädten agirend aufgehalten hatte, sowie
die Truppen Wittmanns 1757, Mosers 1764 und Josef von Brnnians, welcher von
1764 bis 1768 mehrere Male längere Zeit in Graz spielte. Von dessen Nachfolgern seien