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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Steiermark

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zumeist auf steilen Gebirgslehuen uud sind 1.094 Hektar hiervon seitens der k. k. Fvrst- 
aufsichtsbehördeu in den Bann gelegt, während 107.447 Hektar als Schutzwälder 
behandelt werden. 
Dem Wirthschaftsbetriebe nach finden wir 949.979 Hektar Hochwald, 23.455 Hektar 
Meder- und Mittelwald und 95.786 Hektar Weiden mit untergeordneter Holzzucht; 
außerdem sind in die Kategorie des Waldlandes 5.145 Hektar unprodnctiver Flächen 
mit dem Bemerken ausgenommen, daß sie zur Holzzucht tauglich seien. 
In den Hochwäldern treten in Obersteiermark die Nadelhölzer herrschend auf, in 
erster Reihe die Fichte; ihr stellt sich zur Seite die Lärche, die Tanne, die Weiß- und die 
Zirbelkiefer, letztere nicht bestandbildend, sondern im räumlichen Stande gemeinschaftlich 
mit Lärche und Fichte die Baumvegetationsgrenze erhaltend und in dieser Function, je 
nach den Bodenverhältnissen, von der Krummholzkiefer ans das kräftigste unterstützt. 
Selten finden wir in unseren Hochgebirgswäldern noch die Rotheibe; sie ist längst der 
Raubwirthschaft zum Opfer gefallen und als Faßpiepe den Ortschaften zugetragen oder 
als Eisstock der Unterhaltung des Eisschützen dienstbar geworden. Dafür finden wir ans 
sonnigen, ausgemagerten Waldflächen den Wachholderstrauch, auf besseren Böden das 
nämliche Gewächs zum niederen Baume entwickelt. Von Laubhölzern kommt im Ober 
land die Rothbuche, der im Gebirge, namentlich auf Kalkböden, sonst herrschende Baum 
des Laubholzhochwaldes, meistens nur noch in Mischbeständen mit Nadelhölzern auf 
Waldböden vor, die zu landwirthschaftlichen Zwischennutzungen nicht geeignet sind und 
daher nicht gebrannt werden. Von anderen baumartigen Laubhölzern, deren Auftreten im 
Oberland erwähnt werden muß, nennen wir noch die Esche, den Ahorn und die Ulme als 
Begleiterin der Buche auf humosen, frischen Böden, dann die Weißerle, die Schwarzerle, 
die Zitterpappel und die Birke. Letztere Holzarten findet man meistens in Beständen, 
welche in kurzer Umtriebszeit zur Hauptnutzung gelangen und regelmäßig durch Ausschlag 
von den Stöcken ihre Verjüngung finden. Übrigens finden wir diese Holzarten auch sehr 
häufig auf Kahlschlägen natürlich angeflogen, auf denen nach erfolgter Nutzung des 
Stammholzes das Astholz der Humusbildung verfällt, und die Birke hauptsächlich 
dann, wenn das Astholz auf den Schlägen verbrannt wurde. Die Eberesche — Mosch 
beere — welche wir noch zu erwähnen haben, steigt wie die Zirbelkiefer in die Baum 
vegetationsgrenze hinauf und hilft im Urgebirge, unterstützt von der strauchartigen 
Grünerle, die Baumvegetationsgrenze erhalten; häufig wird diese Holzart auch an Straßen 
und in der Nähe von Ortschaften angepflanzt, deren hohe Lage das Gedeihen der Obst 
bäume nicht mehr gestattet. Von den Laubhölzern, welche zu den Sträuchen: zählen und 
im Oberland bestandbildend Vorkommen, haben wir die verschiedenen Haselnuß- und 
Weidenarten zu erwähnen.
	        
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