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Ansehnliche Ortschaften nnd stattliche Schlösser liegen ans dem Grazerfelde,,„d
aus den Mischungen der Berge und Hügel, die es umgeben. Auf diesen, die große,,
Brauereien Stemseld und Pnntigam, Liebenau, vordem ein alter Herrensitz, jetzt Kadeten-
schnle, Feldkirchen mit seinem spitzen Kirchthurm, Mühleck, die Heimstätte von Johannes
Keplers, des unsterblichen Astronomen, Gattin, die Schlösser Thalerhof und Neuschloß
nächst denen sich der Artillerie-Exercirplatz nnd zwei große Pulvermagazine befinde.^
nü.e ors, m dessen Nähe gutes Sanerwasser entspringt; ans jenen die Schlösser Weißeneqq
Schwarzenegg und Premstetten.
Bis au die Mureuge von Wildon reicht das Grazerfeld; zwischen Berg und Fluß
-st rer Markt dieses Namens gedrängt und darüber thronte auf den, dichtbewaldeten Hügel
me Burg Ober-Wildou, durch ihre Geschichte ebenso wie als Bauwerk hochinteressant
wie Gosting die Grazer Ebene nach Norden schloß, so sperrte Wildon den Weg gegen
--umu. In Matthäus Wischers Schlösserbuch (1681) zeigt sich diese Burg als ein wohl-
»ha tenes mächtiges Gebäude, vor dreißig Jahren ragten noch die Mauern stockhoch über
mu Erdboden empor, daß inan die einzelnen Räume und ihre Bestimmung erkennen
vnnte, jetzt ist ev nur mehr ein von üppiger Vegetation dichten Grases nnd hochstehender
Baume bedeckter Trümmerhaufen. Im X. und XI. Jahrhundert stand an dieser Stelle
dw Burg Heng,st, der Vorort eines Gaues; Ende des XII. Jahrhunderts erscheint die
Burg Wildon und das Edelgeschlecht gleichen Namens; unter dein letzten Tranngauer,
den Babenbergern, zur Zeit des Zwischenreiches und der ersten Habsburger gehörten die
Herren von Wildonie zu den begütertsten nnd einflußreichsten Ministerialen des Landes.
Südlich von dem mit breitem Kamine hingelagerten Wildonerberge oder Bnchkogel
dehnt sich langgestreckt erst gegen Süden das Leibnitzerfeld, dann gegen Südosten die
Mnrebene bis Radkersbnrg nnd bis an die ungarische Grenze hin. Der Sansal und die
windlschen Bnhel umschließen sie westlich und südlich, im Osten und Norden reichen sie
b's zu den Ausläufern jener Hügelzüge, welche sich von der die Wasserscheide zwischen Mm
und Raab bildenden Bergkette abzweigen. Vor fünfzig Jahren war das Leibnitzerfeld fast
nrchaiv? Heideland, jetzt ist es wohlbebaut, mit zahlreichen Dörfern nnd Bauerngehöfteii
besetzt. Die Mur, bis vor kurzen- in viele Arme gespalten und ungezählte Jnselanen
iliein, ist nun trefflich regnliit und durchfließt in dem von Steindämmen ihr angewiesenen
Bett das fruchtbare Tiefland. Südöstlich von Leibnitz bis gegen den Fluß hin lag das
antike I tavinin Solvonse; herrliche Steindenkmale, jetzt in den Corridoren des Schlosses
Deckau e,„gemauert, wurden dort gefunden, wo vor achtzehn Jahrhunderten jene Römer-
stadt stand, und zeugen von der Größe und Herrlichkeit derselben.
Wie auf dem Grazerfelde, so haben sich auch hier die Ortschaften auf der Ebene
ansgebreitet, so die freundlichen Märkte Leibnitz, Straß nnd Mnreck und die ansehnliche