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und die Frage vorläufig offen lassen, ob diese Gegenstände fremden etruskischen Ursprunges
sind oder nicht, müssen wir doch mit umso größerer Bestimmtheit die Bronze- und Eisen-
geräthe, welche in den Urnenfeldern gefunden wurden, durchwegs als heimische Arbeit
bezeichnen. Eines der größten dieser Urnenfelder ist das von Maria-Rast. Sechs- bis
achthundert Urnen verschiedenster Größe, manche bis über ein Meter im Durchmesser,
nebst zahllosen, leider meist durch den Brand zerstörten Bronzen liegen da eng gebettet
nebeneinander. Es sind ausschließlich Brandgräber, die wir vor uns haben, im Gegensatz
der früher erwähnten Hügelgräber, die zuweilen Skelette bergen. Eine große meist schwarze
oder bräunliche Urne mit einem flachen Stein bedeckt enthält außer der Asche und der
Knochenkohle gewöhnlich mehrere kleinere Schalen und Krüge, in denen wieder Beigaben
von Arniringen, Gewandfibeln, Ringen u. s. w. sich vorfinden. Das vergängliche Eisen
ist meist bis auf geringe Spuren verschwunden; dort, wo die Formen noch kenntlich, sind
eiserne Messerklingen, wohl auch Schmuckringe nachweisbar. Wer diese Urnen gesehen,
muß sich sofort klar werden, daß sie nicht leicht transportirt werden konnten, sondern an
Ort und Stelle erzeugt worden sind. Durch die Gleichheit der Ornamentik dieser Gefäße
mit den Bronzen und durch Bronzenägel, welche als Verzierung geradezu in die Thon
gefäße eingefügt wurden, läßt sich auf die Verwandtschaft beider Kunstproducte schließen.
Ein weiterer Grund für die heimische Abkunft der Bronzen liegt in den Gußformen
und den Metallklumpen, die mehrfach im Lande gefunden wurden. Über das Alter dieses
Urnenfundes speciell läßt sich insofern etwas Bestimmtes sagen, als einige Gefäße und
Steiermark. ^