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Full text: Europäische Buntpapiere

blemwerk von P. Aemilianus (Kazi) von 
Ludwigstorff OSB (1676—1742), Gött- 
weig, Glück-Wunsch zu 3 und 1. Oder 
Kurtzer doch Lebhaffter Lebens-Ent- 
wurff . . . deß Römischen Kaysers Caro- 
li VI. . . . zum 1. Octobris . . . 1716, ge 
druckt zu Wien bei Ignatz Dominicus 
Voigt, 1716. Im Mittelpunkt relativ 
große Blumenvase, um diese gebroche 
nes, lockeres Bandelwerk mit Ranken, 
die sparsam mit Akanthus besetzt sind; 
beide Blatthälften gegenseitig korrespon 
dierend; oben und unten außen je ein 
großer Korb mit Blüten. Geprägter 
Goldgrund auf hochrotem Papier. 
Lit.: Haemmerle Nr. 267, S. 220; Kata 
log: 900 Jahre Stift Göttweig, 1983, 
Nr. 1060 D; CI. A. Lashofer, Profeßbuch 
Nr. 1062. 
80 G Anonymus, Augsburger Werkstatt, 
um 1710; vermutlich Johann Michael 
Munck 
Unsigniert; allseitig abfallend beschnit 
ten, links Rand belassen; Format: 39,5 x 
25,4 cm. Umschlag für: P. Aemilianus 
(Kazi) von Ludwigstorff OSB 
(1676-1742), Göttweig, Allerunterthä- 
nigster Glückwunsch zu 3 und 1. oder 
Kurtzer doch Lebhaffter Lebens-Ent- 
wurff . . . des . . . Römischen Kaysers Ca- 
roli VI.; gedruckt zu Wien 1716 bei 
Ignatz Dominicus Voigt. Nahezu die ge 
samte Breite des Bogens vorhanden, un 
ten und oben geringfügig beschnitten. 
Vornehmes Brokatpapier mit gepunztem 
und geprägtem Goldgrund auf karminro 
tem Papier. Beide Halbseiten gegenseitig 
korrespondierend. Im Zentrum hochova 
ler achtstrahliger Korbblütler, flankiert 
von großer, geschwungener Rocaille, mit 
Blüten und geschwungenen Festons lok- 
ker gefüllt. Weitere Frucht- und Blüten 
gehänge mit Granatapfel. Randrocaillen 
mit blühenden Lorbeerzweigen ausge 
füllt; petersilienähnliches Laub. Über der 
Mittelgruppe florales Lilienmotiv nach 
heraldischer Lilie. 
Lit.: CI. A. Lashofer, Profeßbuch 
Nr. 1062. 
81 G Munck, Johann Michael 
(ca. 1730/1760), Augsburg (Taf. 6) 
Unsigniert; unten abfallend beschnitten, 
oben und an beiden Seiten schmale Rän 
der belassen; Format: 31,6 x 39,3 cm. 
Umschlag für: P. Meinradus Höfel OSB 
(1707—1756), Göttweig, Conclusiones 
Theologicae De Sacrämento Paenitentiae, 
. . . in . . . Universitate Viennensi . . . 
Anno Salutis 1732, 28. Mai, gedruckt zu 
Wien bei Maria Theresia Voigtin, Witwe. 
Zwanzig querlaufende Ornamentbordü 
ren übereinander, je 18 mm Breite; die 
Bänder, jedes verschieden, besetzt mit 
kurzen Ranken nebst Blüten und Früch 
ten (Birnen, Kirschen, Trauben, Äpfel) 
sowie mit diversem Bandelwerk. Gepräg 
ter Goldgrund auf Rot. Zuschreibung an 
Johann Michael Munck. 
Lit.: Haemmerle Nr. 616, S. 246; CI. A. 
Lashofer, Profeßbuch Nr. 1119. 
82 G Munck, Johann Michael 
(ca. 1730-1760), Augsburg 
Signiert unten im Rand mit Majuskeln: 
Bey Ion. Michael Munck AV. N. 4 (die 
4 spiegelverkehrt). Unten und links Rand 
belassen, sonst abfallend beschnitten; 
Format: 31,7 x 42,5 cm, rückseitig mit 
2,7 cm Streifen zugeklebt (ohne auf die 
Musterung zu achten). Umschlag für: 
P. Chrysostomus Haunthaler O. Cist. 
(1690—1754; Lilienfeld), Quinquagena 
Symbolica, in Praecipua Capita, et Dog- 
mata Sacrae Regulae . . . Benedicti, ge 
druckt 1741 (Chronogramm) bei Ignatz 
Anton Präxl zu Krems. Einzelne größere, 
ziemlich dicht stehende Ranken mit kräf 
tigen doppellinigen Stielen und Blüten; 
in der linken unteren Ecke ein Zweig mit 
zwei charakteristischen Schachbrettblu 
men, in der rechten oberen Ecke ein zu 
sätzlicher Zweig mit zwei überzwerch 
wachsenden Schachbrettblumen, links 
daneben ein Zweig mit vier Granatäpfeln 
und einer Nelke. Geprägter und gepunz- 
ter Goldgrund auf karminrotem Papier. 
Lit.: Haemmerle Nr. 235, S. 216; Kata 
log: Emblemata, Göttweig, 1977, Nr. 25. 
83 G Munck, Johann Michael 
(ca. 1730—1760), Augsburg 
Unsigniert; allseitig abfallend beschnit 
ten, zwei Hälften zusammengeklebt; 
Format: 35,9 x 47 cm. Umschlag für: 
P. Ernestus Wincklmann OSB 
(1734—1808), Göttweig, Assertiones 
Phil'bsqphicae quas sub gratiosis auspi- 
ciis . . . Domini Odilonis (Kupferstich 
des Abtes von Franciscus Leopoldus 
Schmittner, Wien); gedruckt bei Kali- 
woda zu Wien, 1754. Mittelgroße ein 
zelne Ranken mit kleinen Blüten (beson 
ders Nelken, Türkenbund und Glocken 
blumen) und Früchten (Beeren, Trauben, 
Granatäpfel); auf der linken Halbseite in 
der oberen Hälfte ein Zweig mit fünf 
Granatäpfeln; auf der rechten Halbseite 
oben ein Zweig mit vier Granatäpfeln, 
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