VORWORT
Im Jahre 1971 veranstaltete in Rom das japanische Kulturinstitut, gemeinsam mit
dem österreichischen Kulturinstitut, auf Initiative von Prof. Dr. Walter Zettl eine
Ausstellung japanischer Farbholzschnitte, die alle aus der hiesigen Kunstblätter
sammlung entlehnt worden waren. Während dieser Ausstellung, die in Rom einen
sehr guten Erfolg hatte, hielt Prof. Maurizio Bonicatti einen höchst interessanten
Vortrag über die Verbindung des japanischen Farbholzschnittes mit der Wiener
Secession. Ausstellung und Vortrag gaben mir die Anregung, im Rahmen der hiesigen
Bibliothek eine Ausstellung über dieses Thema zu veranstalten und in einer Studie
dies wissenschaftlich zu untersuchen. Die Auswahl der japanischen Farbholzschnitte,
die Prof. Yamada vom japanischen Kulturinstitut in Rom getroffen hatte, war
mit Hilfe kleiner Ergänzungen bestens geeignet, jene Werkgruppe zu repräsentieren,
die den größten Einfluß auf die westliche Kunst nahm, und ich habe mich bemüht,
die bedeutendsten graphischen Arbeiten der Wiener Secessionisten aus der hiesigen
Sammlung auszuwählen, in denen der Niederschlag japanischer Vorbilder deutlich
wird. Kollege Bonicatti war so liebenswürdig, uns einen bedeutenden Aufsatz über
dieses Thema — eine Erweiterung seines römischen Vortrags zur Verfügung
zu stellen, wofür ich ihm an dieser Stelle auf das herzlichste danke. Ebenso gilt mein
Dank Frau Dr. Hanna Dornik-Eger, die die textliche Bearbeitung der japanischen
Farbholzschnitte übernahm, und Herrn Prof. Hans Thomas, der, wie immer, in
glänzender Weise die Gestaltung des Kataloges schuf. Für weitere Hilfe an dem
Zustandekommen der Ausstellung danke ich Herrn Prof. Norbert Schlesinger und
den Herrn Zimmermann und Scholz.
Doz. DDr. Gerhart Egger
Direktor der Bibliothek und Kunstblättersammlung
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