(46) Es handelt sich um eine Studie von Ettore Paratore: Due recenti riprese, in:
Lo spettatore musicale, 4., Juli-August 1971, S. 19—32, in der der Autor drei
Interpretationen von den „Meistersingern von Nürnberg“, von „Salome“ und
von „Elektra“ bespricht. Der Autor ergreift dabei die Möglichkeit, einen ausge
dehnten wagnerischen und straussschen Exkurs zu machen; er betont, daß die
mittelalterliche Wiederbelebung bei Wagner von Erneuerungsformen begleitet
wird, „mit raffinierten Nuancen der Alliteration, vor allem aber auch mit Erfin
dungen, die einen neuen ,Corpus 1 des musikalischen Fundamentes betreifen . . .,
alles, was auf dem Gebiet der Kunst im 19. Jh. fruchtbar revolutionär neu ist,
wird glorifiziert“. S. 22. Diese Wiederbelebung des Mittelalters war offensichtlich
im 7.-9. Jahrzehnt des Jahrhunderts der Wortführer des Pangermanismus, der
auf „kulturelle Modelle“ dieser historischen Epoche zurückgriff.
(47) Ebendort: S. 32.
(48) Ebendort: Paratore fügt hinzu, daß „der unheilbare Optimismus, die große
Selbstsicherheit, das vorurteilsfreie Beurteilen des Lebens, das mit einem heim
tückischen zufriedenen Lächeln betrachtet wurde“, der echte Charakter Richard
Strauss’ sei; sein künstlerischer Charakter wird im „Rosenkavalier“ demon
striert. (S. 31.)
(49) Wagner - Mahler, a. a. O., S. 257.
(50) Paratore, a. a. O., S. 31.
(51) Adorno, a. a. O., S. 257.
(52) Adorno, a. a. O., S. 255—256.
(53) Einstein, a. a. O., Vorwort zur italienischen Ausgabe: in diesem Buch ist die
Personalität Tschaikowskis in weniger als drei Seiten zusammengezogen
(443—445); auch Abbati, Storia della Musica, Mailand, 1945, IV, S. 433—434,
663—665, widmet der Erwähnung Tschaikowskis nur zwei ganz kurze Abschnitte
wie aus Pflicht.
(54) Norman del Mar, Richard Strauss, A Critical Commentary on his Life and
Works, London 1969.
(55) Adorno, Wagner - Mahler, a. a. O., S. 256.
(56) Strzygowski, J„ Die bildende Kunst der Gegenwart, Leipzig, 1907, S. 27—28.
(57) Das Beispiel stammt aus der Verkürzung der Oper auf den Gesang und das
Klavier von Otto Singer, Berlin, 1906.
(58) Norman del Mar, Richard Strauss, a. a. O., I. Band, S. 251—252.
(59) Ein Zitat aus der Ausgabe von Du Colombier-Arielli, O. Wilde, „Salome“.
Drame en un acte, illustre par Aubrey Beardsley, Paris, 1966, S. 34. Die Ausgabe
des deutschen Textes, nach dem Strauss seine Oper komponiert hat, entspricht
nicht der originalen Version: „ . . . Dein Haar ist wie die Zedern (vom Libanon,
wie) die großen Zedern vom Libanon, die den Löwen und Räubern ihren Schatten
spenden, (wenn sie sich am Tage verbergen wollen). Die langen schwarzen Nächte,
wenn der Mond sein Gesicht verbirgt, wenn den Sternen bange ist, sind nicht so
schwarz wie dein Haar. Das Schweigen, (das) im Walde (wohnt, ist nicht so
schwarz). Nichts in der Welt ist so schwarz wie dein Haar . . . Laß mich es berüh
ren, dein Haar!“
(60) Magris, C., II mito asburgico nella letteratura austriaca moderna, Turin, 1963.
(61) Ebendort: S. 252—253.
(62) Ebendort: S. 235—256.
(63) Cremona, Z. B. I., II tempe defl’Art Nouveau, Florenz, 1964, S. 153.
(64) Baculo, A. Giusti, Otto Wagner. Dall’architettura di Stile allo Stile utile, Neapel,
1970, S. 25 und 37.
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