MAK

Full text: Einige Skizzen, Projekte und ausgeführte Bauwerke von Otto Wagner

aA/"PES - i\-K-?osrsmRKA2Sm ■ 
Anras’irwEn“ 
OBERBffl/RÄT 
OTovAonm' 
partie der Gänge, alle Stiegenstufen, 
der Zentralraum, wo dies tunlich ist, 
etc., erhalten einen aufgeklebten, leicht 
auswechselbaren, vertieft liegenden 
Linoleumbelag. 
Die beiden Beamtenstiegen sind 
aus Eisenbeton mit Schmiedeeisen 
stützen und haben Granitplattenbelag. 
Die Direktionsstiege ist aus Reppen- 
tabormarmor hergestellt und hat einen 
Teppichbelag. Der Zentralraum wird 
nach Abschluß durch die Zierlichte 
zum großen Mittelhofe, den erforderli 
chen oberen Abschluß bildet eine Eisen 
konstruktion, welche starkes, 60 cm 
breites Rippenglas trägt. Es muß hier 
ganz besonders darauf aufmerksam ge 
macht werden, daß die Neigung der 
Glasfläche 40 Grade beträgt, da nur 
diese oder eine größere Neigung die 
Anforderungen (Sicherheit gegen Ha 
gel, Undurchlässigkeit, leichtes Ab 
rutschen des Schnees und der Ver 
eisung), welche man an eine so große 
Glasabdeckung stellen muß, wirklich 
erfüllt. Drei durchlaufende Gänge ma 
chen jeden Punkt der Glasflächen leicht 
erreichbar und wurden, um die Solidi 
tät der Konstruktion zu erhöhen, die 
Rinnen weggelassen. 
Die Längenseiten unterhalb der 
Glasflächen sind mit eisernen, stell 
baren Jalousien abgeschlossen und 
werden mit den an den Stirnseiten 
des Dachaufbaues befindlichen leicht 
zugänglichen Fenstern eine tadel 
lose Lüftung des Mittelhofes ermöglichen. 
Die Zierlichte hat wie die Oberlichte durchlaufende, kein Licht absor 
bierende Gänge. Von diesen aus kann die beliebig ofte (zirka alle acht 
Tage) Reinigung der Zierlichte völlig gefahrlos bewerkstelligt werden. 
Die im Tiefparterre befindliche Safesanlage ist von Gängen umgeben, 
welche auch zur Beaufsichtigung dienen. In den einschließenden Mauern 
befinden sich 10 cm breite, gegenüberliegende Schlitze, durch welche 
man das beleuchtete Innere überblickt. 
Unterhalb der Safesanlage ist ein 1-50 m starker, zum Teile aus 
Granitwürfeln, zum Teile aus Schienen gebildeter Betonflötz angeordnet, 
um den Zutritt in die Tresors durch eine Mine möglichst zu erschweren. 
Nach den sehr ungünstigen Erfahrungen, welche mit Stahlarmierungen 
von Tresorwänden gemacht wurden, ist als Versicherung die erwähnte Ar 
mierung angenommen, da der Durchbruch einer solchen Mauer den größ 
ten Zeitaufwand beansprucht und das meiste Geräusch verursacht, Wirkun 
gen, welche von den Wächtern sicher wahrgenommen werden müssen. 
SCHUHT “EVROTDtfTKAS SEIT SAALS 
yVL-1.20 
7
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.