wegs aus Künstlern besteht, welche noch nicht durch Erfahrung gestählt sind oder welchen bisher
keine Gelegenheit geboten wurde, ihre Kraft im Monumentalbaue zu zeigen. Eben dadurch erscheint
das leicht begreifliche Mißtrauen der Auftraggeber motiviert.
Diese und ähnliche Gründe haben den Verfasser dieses Projektes bewogen, aus eigener Initiative
mit einer Arbeit, für welche eine Preisbewerbung in Aussicht genommen ist, hervorzutreten.’'
Dem hier erwähnten und durch einige Klischees gezeigten Agitations
projekte folgte eine allgemeine Ideenkonkurrenz und ein engerer Wett
bewerb.
Es kann hier nicht davon die Rede sein, so verlockend es auch wäre,
eingehend den Kampf zu schildern, der sich gelegentlich dieser Konkur
renz abspielte. Mein Bestreben ist vielmehr darauf gerichtet, nur Tatsäch
liches und Argumente anzuführen, welche beitragen, die Kunst unserer
Zeit zu fördern.
Leider muß festgestellt werden, daß eine Förderung der Kunst und
in erster Linie der Baukunst schon seit Jahren nur mehr den Künstlern
selbst obliegt, da der kunstfördernde Menschentypus, in welchem sich
richtiges Kunstempfinden, Macht und Ruhmessinn vereinigen, beinahe
ausgestorben erscheint.
Der Auftraggeber für baukünstlerische monumentale Werke, also der
Kunstförderer von heute ist die Allgemeinheit, respektive die sie repräsen
tierende Korporation. Eine Förderung der Kunst ist daher wieder nur
dann möglich, wenn es einem oder mehreren Mitgliedern solcher Korpo
rationen, mit gleichem Kunstempfinden und gleicher Überzeugung und
Energie ausgerüstet, gelingt, sich zu wirklichen Führern der anderen zu
erheben. Schwer fällt hiebei in die Wagschale, daß sich zu den erwähnten
Erscheinungen die seit acht Jahrzehnten praktizierten künstlerischen Be-
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