werden dem Beschauer geboten, der sie nur nachzu
empfinden und unter ihnen zu wählen braucht.
Man würde diesem Reichtum seinen Glanz nehmen,
wollte man versuchen, hier äußere Einteilungen aufzu
stellen. Immerhin wird der aufmerksame Betrachter
einer Kunst, deren logische Entwicklung und notwendig
organische Lebenskraft er kaum hat verfolgen oder ver
stehen können, aus einigen Hinweisen eine gewisse Auf
klärung empfangen können: da ist die Gruppe der Nabis,
die sich — von Gauguin ausgehend — um Maurice
Denis schart, um Bonnard und Vuillard, die sich in den
ironisch-köstlichen Reizen des Naturismus und Intimis
mus gefallen; da sind die Kubisten, die eine rein plastische
Sprache schaffen und eine Ordnung finden wollen, in
der die Reize der äußeren Welt, der Zauber von Licht,
Raum und Farbe kein Lebensrecht mehr besitzen; da
sind die „Fauves“ mit ihrer Leidenschaft nach der
absoluten Farbe, die sie unvermischt, wie sie aus der
Tube quillt, verwenden. Nach all den Wagnissen dieser
Schulen, nach der Bewunderung so großer Tempera
mente, wie Bonnard, Matisse, Braque und Rouault,
der vier unbestrittenen Meister der Modernen, und anderer
Künstler von Rang, wie Utrillo, Suzanne Valadon,
Marquet, Leger, mag unser Geist an den Werken minder
ausgeprägter schöpferischer Persönlichkeiten, die aber
in ihrem künstlerischen Geschmack, in ihrer geistigen
Haltung und in ihrer Feinfühligkeit doch bezeichnend
französisches Gepräge tragen, wieder zur Ruhe kommen
und seinen Frieden finden. Diese letzte Gruppe von
Malern hat sich damit zufrieden gegeben, darzustellen,
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