Seit 1923 stellt er auch im Salon des Independants aus. Illustriert
surrealistische Bücher und komponiert Wandteppichentwürfe im Auf
trag von Madame Cuttoli.
Er hat zu sehr Sinn für Formen und Farben, um nicht die surreali
stische Idee in plastische Motive zu transponieren. Das ist vor allem
spürbar in den Wandteppichen, wo der „dadai'stische Dämon“ selt
same, aber überlegen dekorativ wirkende Blumen zum Erblühen
bringt.
LE MOAL JEAN
31 „La Cueillette des Fruits“ (Die Obsternte). — Manufacture des
Borderies, Felletin-Aubusson, 8 Farben, 14 Vortees (2,00)^2,50),
erste Ausführung im Jahre 1948.
Sammlung ]. R rc des Borderies.
Geboren in Authon-du-Perche (Eure-et-Loire) im Jahre 1909.
Schüler der Akademie Ranson. Vom Kubismus und auch von Bissiere
beeinflußt. Stellt bei Rene Drouin mit Manessier und Singier aus.
Seine Begabung als Ausstattungskünstler hat ihn ganz selbstverständ
lich dazu geführt, das Suchen nach der abstrakten Kunst auf die
Wandteppichkunst zu übertragen. Die Konstruktion seiner Bilder und
deren aufeinander abgestimmte Töne beschwören eine Kunst des
Gobelins, die freilich um Picasso und Matisse weiß. Über die plastische
Darstellung hinaus ist eine tiefe Sensibilität und lockende Sehnsucht
lebendig.
OUDOT ROLAND
32 „Le jour et la nuit“ (Tag und Nacht). — Atelier Pinton,
Aubusson (1,90X2,80), 3 Kettfäden pro cm.
Entworfen und gewebt 1941.
Eigentümer: Gesellschaft der Französischen Künste.
Geboren am 23. Juli 1897 in Paris.
Ab 1911 in der Ecole Nationale des Arts Decoratifs. Macht zusammen
mit Leon Bakst die Ausstattung für das russische Ballett. Stellt 1919
im Salon d’Automne, 1920 im Salon des Independants und seither
regelmäßig auch im Salon des Tuileries aus. Zahlreiche Sonder
ausstellungen in Paris, New York, Amsterdam und den Haag.
Verfertigt Wanddekorationen im Palais de Chaillot, im Institut
Agronomique (Hochschule für Bodenkultur) und in der Sparkasse von
Dax; ebenso Gobelinentwürfe, die in Aubusson für die Compagnie des
Arts Franjais (Gesellschaft der französischen Künste) ausgeführt
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