der Wandteppichkunst, indem er zahlreiche und bedeutende Entwürfe
komponiert, die er dann in Aubusson in den Werkstätten von Tabard,
Dumontet, Picaud und Lauer ausführen läßt. Sein erstes gewebtes
Werk stammt aus dem Jahre 1942: „Les Vierges folles“ (Die törichten
Jungfrauen) bei Tabard.
Ein bedeutender Wandteppich ist „Le Minotaure“ (Der Minotaurus)
und ein anderer „La com£die italienne“ (Die italienische Komödie).
Seit 25 Jahren stellt er im Salon d’Automne aus und beteiligt sich an
allen französischen Kunstveranstaltungen im Ausland.
SAVIN MAURICE
„Les plaisirs champetres“ (Die Freuden des Landlebens), vier
teilig.
Nr. 1 „La Moisson“ (Die Getreideernte), gearbeitet in der Staat- 46
liehen Gobelinmanufaktur von Paris, 1948 (4,i8X 5>95)-
Nr. 2 „Les Vendanges“ (Die Weinlese), ebendort, 1946, 47
(4,22X5,82).
Nr. j „La Cueillette des pommes“ (Die Apfelernte), ebendort, 48
1946 (4,17 X 2,80).
Nr. 4 „Le Gaulage des Noix“ (Die Nußernte), ebendort, 1946, 49
(4,17 X 2,So).
Eigentümer: Manufacture Nationale des Gobelins.
Geboren am 17. Oktober 1894 in Moras (Drome).
Sein Vater war Landarzt. Nach erfolgreicher Beendigung seiner
Mittelschulstudien besucht er in Paris die ficole Nationale des Arts
Decoratifs. Er gehörte nie einer Werkstätte an.
Er ist Mitglied des Salon d’Automne, des Salon des Artistes-Deco-
rateurs, des Salon des Tuileries, des Salon du Sud-Est von Lyon.
In folgenden Museen ist er mit Ölbildern, Keramiken und Wand
teppichen vertreten: im Musee National d’Art Moderne, im Petit
Palais, im Museum von Sevres, in den Museen von Grenoble, Valence,
Orleans, Saint-Tropez, Alger, Tunis, Kairo, London, Oslo, New York
und Lausanne. Einer seiner Wandteppiche schmückt die Residenz des
Staatspräsidenten in Rambouillet. Der Bildhauer Despiau und der
Maler Dufresne sind seine Freunde.
Die Breite seiner dekorativen Kompositionen, die Weite der Ara
besken, die Vereinfachung von Linie und Raum sind die glückliche
Folge seiner großen Bewunderung für den die Apokalypse darstellen
den Gobelin von Angers und für die Fresken von Giotto. Für ihn gibt
die Kunst des Wandteppichs dem Maler die Möglichkeit zur Ent-
31