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Full text: Spielkarten und Kartenspiele

Eichel-König, -As, 5, 6, 7 
Schellen-As, 4, 7, 8, 9 
Von Schellen-As sind 2 Varianten vorhanden: 
a) Mit dem auf verschiedenen Kartenspielen wiederkehrenden Spruch: 
„Im Spil ist das eine große Kunst 
Wer avfhort mit G(unst)“ 
b) „Ich tacht ich solt meines Hantwerges wfarden) 
so mvs ich auch spilen auf diser Karten“ 
Lit.: Chmelarz, S. 265 (= Chmelarz, Eduard: Die Spielkarten in der Bibliothek 
des Österr. Museums, in: Mittheilungen des k. k. Oesterr. Museums für Kunst und 
Industrie, XVII. Jg., Nr. 207, Wien 1882, S. 265—272). 
5 4 BOGEN UNGESCHNITTENES KARTENSPIEL 
Deutsch, Mitte 16. Jahrhundert 
Jeweils 2 gleiche Holzschnittabzüge 
Laub - Eichel, Schellen - Herz 
Holzschnitt 
30,9: 19,7 cm 
K. I. 4779 
Aus dem Buchdeckel des Jahres 1569 ausgeleimt, wie K. I. 3692. 
Sehr einfaches Gebrauchsspiel. 
Lit.: Vgl. verwandte Kartenbogen bei Hargrave, Cath.: A History of Playing Cards, 
New York 1930, S. 112. 
6 3 BOGEN UNGESCHNITTENES KARTENSPIEL 
Deutsch, Mitte 16. Jahrhundert 
2 gleiche Blätter Herz, 1 Blatt Schellen und Doppeladler 
Holzschnitt 
27,4: 18,5 cm 
K. I. 3788 
Aus dem Buchdeckel des Jahres 1569 ausgeleimt, vgl. K. I. 3692. 
7 19 BLATT EINES KARTENSPIELES MIT DEUTSCHEN FARBEN 
Taf. 4 
Signiert: VS auf Rot I, Schellen I und Grün I 
Virgil Solis 
Nürnberg, um 1544 
Kupferstich 
9,3: 6 cm 
K. I. 2408, 2512, 3662, 3942 
Die Blätter stellen zwar ein Kupferstichspiel von guter Qualität dar, sind aber nicht 
„Spielkarten“ im eigentlichen Sinn. 
Die dünnen Blätter sind vielmehr von vornherein für den Kupferstichsammler 
gedacht oder sollten als ornamentale Vorlageblätter zur Anregung der Kartenmacher 
dienen. 
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