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MAK

Full text : Joseph Binder

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Zenda“  gestaltete.  Er  war  als  Persönlichkeit  bekannt ­
  für  die  extravagante  Art  seiner  Lebensweise, ­
  wie  auch  im  aligemeinen  die  Pionier-Generation
  der  ,,Designer“  als  Persönlichkeiten
galten.  Am  meisten  war  er  für  seine  Neugestaltung ­
  der  Modezeitschrift  ,,Die  Dame“,  Berlin,  bekannt. ­
  Man  erzählte  sich  amüsiert,  daß  er  seine
Hemden  zur  Wäscherei  von  Wien  nach  London
sandte.
Am  Wege  von  Los  Angeles  nach  San  Francisco
passieren  wir  riesige  Felder  blühender  Erbsen
und  Nußbaum-Farmen.  Wir  fahren  einige  Kilometer ­
  an  einer  schön  gepflegten,  grün  und  weiß
gemalten  Einzäunung  vorbei,  wir  bleiben  stehen
wegen  des  aromatischen  Geruchs  der  Nußbäume, ­
  ein  Mann  fragte  uns:  „Wollen  Sie  die
Farm  kaufen,  ich  überlasse  sie  Ihnen  für  die
Kosten  der  Metallwaren  (Hardware).“
Die  Einstellung,  alles  ist  selbstverständlich,  die

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Üppigkeit  der  Natur,  stimmt  uns  heiter,  man
kann  die  Menschheit  anders  sehen.
Ein  Matrose  der  Submarine  Basis  in  San  Pedro:
„Wollen  Sie  an  Bord  kommen,  das  Schiff  besichtigen?“ ­

Für  mich  als  Künstler  war  es  interessant,  das
Walt-Disney-Studio  im  Betrieb  zu  sehen.  Herr
Disney  begrüßte  uns  und  überließ  uns  nach
einer  Zeit  dem  Abteilungsleiter,  der  uns  die  damalige ­
  Produktion,  die  ,,Micky  Mouse“,  demonstrierte. ­
  ,,Den  ersten  Film  machte  ich  ganz
allein“,  sagte  Disney  -  es  schien,  daß  er  sich
gerne  mit  einem  Künstler  unterhielt  —  und  setzte
fort:  „Sechstausend  Zeichnungen  waren  dazu
nötig.  Die  älteren  Filme  benötigten  bis  zu  17.000
Zeichnungen,  die  neuen  100.000  und  mehr.“
Wir  trafen  Carl  Vollmöller,  den  Autor  des  „Mirakel“. ­
  Architekt  Neutra  der  Wiener  Schule  hatte
gerade  das  international  bekannte  Projekt  des
„Health  Houses“  fertiggestellt.
Wir  besuchten  Architekt  Schindler,  ebenso  aus
der  Wiener  Schule,  welcher  mit  Architekt  Frank
Lloyd  Wright  in  Japan  gewesen  war.  Als  wir
zu  seinem  Haus  kamen,  das  von  der  Straße  kaum
zu  sehen  war,  von  hoch  gewachsenem  Bambus
umgeben,  kam  er  uns  entgegen  mit  einem  Besen
bewaffnet,  um  die  Spinnen-Netze  auf  beiden  Seiten ­
  des  Hauseinganges  zu  entfernen.  Das  Haus
hatte  leichte  Schiebetüren  wie  in  Japan.
Wir  fühlten  uns  wie  zu  Hause  in  Los  Angeles.
Die  künstlerische  Atmosphäre  sagte  uns  sehr
zu.  Die  „Hollywood  Bowl“  war  erst  kürzlich  fertiggestellt, ­
  von  der  Wildnis  der  einsamen  Berge
umgeben.  Solche  Eindrücke  faszinierten  uns:
Kultur  und  Kunst  an  der  Türschwelle  der  Wildnis. ­

Bei  einem  Spaziergang  in  den  Bergen.  ,,Verlassen ­
  Sie  nicht  den  Weg“,  sagte  der  uns  begegnende ­
  Ranger,  „wir  würden  Sie  nicht  finden  können“. ­

In  Los  Angeles  traf  ich  auch  wieder  Cassandre
und  Colin.
Vollkommen  neu  war  für  uns  der  „Newsreport“
über  das  Radio.  Wir  hörten  die  Gerichtsverhandlung ­
  über  den  Untergang  der  „Morro  Castle“.
Wir  sahen  Signal  Hill  in  Long  Beach,  dicht  bedeckt ­
  mit  öltürmen  -  mit  halbabgebrochenen
Wohnhäusern  dazwischen,  obwohl  die  Bohrungen ­
  schon  1921  eingesetzt  hatten.
Malibu  Beach,  noch  ganz  wie  es  die  Natur  geschaffen ­
  hatte.  Ein  einziges  Haus  war  da,  das
von  Bette  Davis.
            
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