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MAK

Full text : Joseph Binder

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dargestellt.  Die  Impressionisten  befreiten  sich
und  malten  Bilder  von  Gegenständen  (Defregger, ­
  Leibi,  Thoma,  die  vorletzten,  Egger-Lienz,
der  letzte  große  Bauernmaler).
Die  abstrakten  Maler  befreiten  sich  in  einem
noch  größeren  Ausmaße,  sie  malen  Bilder.
Mondrian,  einer  unseres  Zeitgeistes,  schuldet
nichts  der  Natur.  Picasso  malt  Objekte,  Picasso
ist  ein  abstrakter  Maler.  Auch  Motherwell  gefällt
mir.  Kiesler  wußte  abstrakt  zu  malen.  Mies  van
der  Rohes  Haus  auf  der  Weltausstellung  1928
In  Barcelona,  durchaus  in  Schwarz  und  Weiß,
zeigte  die  Dynamik  der  Proportion.
Ich  bin  wie  die  Maler  des  15.  Jahrhunderts,  ich
liebe  Figuren  zu  zeichnen  und  kann  es  auch,
ebenso  wie  Holty  und  Menkes.
Ich  glaubte,  den  Unterschied  zwischen  realistischer ­
  Kunst  und  Malkunst  zu  erkennen.  Mit  diesen ­
  Begriffen  kann  jedoch  der  Unterschied  nicht
erfaßt  werden.  Geistige  Menschen  brauchen
Schwarz  und  Weiß,  das  Ultimatum  der  Farbe.
Unbewußt  wird  imitiert,  was  das  Auge  sieht,  ohne
innere  Umgestaltung.  Daher  ist  es  entweder
Kunst  oder  keine  Kunst.
Mit  dem  Napoleonischen  Kriege  endete  die
Kunst.  Kunst  ist  ein  wichtiger  Teil  unseres
Lebens.

Kokoschka,  ein  Weltbürger.  Romantizismus  ist
veraltet.  Chagalls  Schwerpunkt  in  Amerika,  er
lehrte  an  der  Brandeis-Universität.  Hans  Hofmann, ­
  abstrakter  Expressionismus  seiner  Schule
in  New  York  und  Provincetown.  Kandinsky  kann
die  Impression  einer  Blumenwiese  geben.
Bracque  ist  dekorativ.  Dubuffet  besucht  Irrenanstalten, ­
  er  weiß,  daß  Kunstprinzipien  allein
keinen  Künstler  machen.  Können  macht  nicht
Kunst.
Wo  liegt  das  Geheimnis:  Kann  ich  die  einfachste
Form,  die  ich  ausdenken  kann,  zur  Kunst  erheben ­
  und  künstlerisch  gestalten  ...  ?
            
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