Amethyst, Topas und Saphir zu erreichen; sie sind als Farbzellen
gefaßt, jede einzeln wie Edelsteine, die Hintergründe der Bilder
sind gleichsam mit Edelsteinen aufgelegt, die Bleiruten ihrer
Fassungen bilden das Gitterwerk der Farbzellen.
Weit besser erhalten als die alten Scheiben der Chorfenster,
zwar sehr verwittert, aber fast ohne Ergänzungen sind die spä
teren Scheiben aus der Eligiuskapelle. Sie stammen aus dem
siebenten bis achten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts. Der strenge
feierliche Stil vom Anfang des 14. Jahrhunderts ist einem
höfisch-zierlichen gewichen, über die Scheiben der Eligiuskapelle
berichtet mein Kollege Dr. Schlosser, der sich auf meine Ver
anlassung vor fünfzehn Jahren mit den Scheiben der Kapelle
eingehend befaßt hat.
Sämtliche Scheiben der Chorfenster sind restauriert. Über den Erhaltungszu
stand der einzelnen Scheiben berichtet der Bearbeiter ausführlich an anderer
Stelle; im Katalog sind nur bei einigen Bildfeldern nähere Restaurierungs
vermerke gegeben. Bei den Maßangaben steht die Höhe vor der Breite.
Große Kreuzigungsgruppe. Sieben Scheiben, Nr. 17
bis 23, je 106x80 cm.
17—19 Christus am Kreuz
Drei Scheiben, blauer Grund mit roten Rosetten. Erhaltungs
zustand: Der blaue Grund erneuert. Ergänzungen:
in der obersten Scheibe: Kopf und Thorax, rechter Arm.
linker Unterarm, Oberschenkel, "Konsole, der Hintergrund
mit Ausnahme der Rosetten
in der mittleren Scheibe: das unterste Stück des Kreuz
stammes, der Zipfel des Hüfttuches, der Hintergrund mit
Ausnahme der Rosetten
in der untersten Scheibe: Teile vom Mittelfries und unter
sten Fries, der blaue Grund mit Ausnahme der Rosetten.
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