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MAK

Full text : Der Stephansdom

Seit  1467  lebt  Nikias  Gcrhaert  von  Leyden  in  Österreich.  Sein
neues  Formengut  können  wir  am  besten  vom  Tumbadeckel  des
Friedrichsgrabes  ablesen.  (Kat.  Nr.  132.)  Zumindest  seiner  Schule
wurde  bisher  in  der  Literatur  auch  der  hl.  Christophorus  aus
dem  Mittelchor  des  Domes  zugeschrieben.  (Kat.  Nr.  123,  Abb.
Nr.  14.)
Von  dem  prächtigen  Hatsherrngestühl  blieb  als  einzige  Reliquie
die  Statuette  des  hl.  Sebaldus  (Kat.  Nr.  124)  übrig.  Im  übrigen,
müssen  wir  dankbar  sein,  daß  sich  sieben  Gipsabgüsse  von  Statuetten ­
  (Kat.  Nr.  125—131)  gefunden  haben,  die  der  Nachwelt
die  Formensprache  des  einstigen  Gesamtkunstwerkes  überliefern
können.
Da  nun  auch  der  Schalldeckel  der  Kanzel  (Kat.  Nr.  122,  Abb.
Nr.  22)  als  spätgotisches  Kunstwerk  erkannt  wurde,  gehört  er  mit
zu  den  Werken,  welche  die  ..blendende  Schlußapotheose  der
Gotik  in  Wien“  darstellen.
Literatur:
Ernst  Garger,  Die  Reliefs  an  den  Fürstentoren  des  Stefänsdomes,  Wien  1926.
Bruno  Fürst,  Beiträge  zu  einer  Geschichte  der  österreichischen  Plastik  in  der
ersten  Hälfte  des  15.  Jahrhunderts,  als  Dissertation,  Universität  Wien,  gedruckt
in  Leipzig  1931.
Aus  der  Bischofstorplastik  (Nr.  104—107)
104  V  e  r  k  ii  n  digungsmadonn  a  Abb.  13
Linke  Seitenfigur  neben  dem  Bischofstor,  aus  der  Werkstätte ­
  des  Fürstentormeisters  um  1370.  Die  fehlende  rechte
Hand  wurde  1948  durch  Bildhauer  v.  Eltz  ersetzt.
Grauer  Sandstein,  leicht  korrodiert,  115  cm.
105  Erzengel  Gabriel
Rechte  Seitenfigur  neben  dem  Bischofstor,  zeigt  besonders
deutlich  den  Zusammenhang  mit  mehreren  anderen  Figuren
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