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besagt, daß der erste Spatenstich durch den Herzog persönlich 
am 11. März 1359 durchgeführt, während der erste Stein „zur 
neuen Grundfeste“ am 7. April 1359 gelegt wurde. Wie cs für 
einen mittelalterlichen Fürsten selbstverständlich war, hatte Rudolf 
für die Hauptkirche seiner Residenzstadt einen besonders bedeu 
tenden Reliquienschatz erworben und ihr gespendet. Dies bezeugt 
seine Urkunde vom 4. Juni 1360 (Kat. Nr. 235). 1365 erfolgte 
die Übertragung des Stiftskapiteh nach St. Stephan, wodurch 
die Kirche nunmehr eine Propstei wurde. Durch 275 Jahre 
hatten sich die österreichischen Landesfürsten um die Errichtung 
eines Bistums in Wien bemüht, bis es endlich Kaiser Friedrich II1. 
gelungen war, dieses Ziel bei Papst Paul II. zu erreichen; mit 
der Bulle vom 18. Jänner 1469 (Kat. Nr. 236) war ein exemles, 
das heißt Rom unmittelbar unterstelltes Bistum errichtet worden. 
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Nach einem weiteren Vierteljahrtausend erreichte Kaiser Karl VI. 
in Rom die Erhebung Wiens zum Erzbistum, gemäß der Bulle 
des Papstes Innozenz XIII. vom 1. Jänner 1722 (Kat. Nr. 237). 
Aus den Buchschätzen der Domkirche sind zwei hier ausgestellt, 
und zwar das Wiener Heiltumbuch (Kat. Nr. 238), sowie ein 
mittelalterliches Pracbtmissale (Kat. Nr. 239). Ersteres stellt ein 
Inventar der Schatzkammer von St. Stephan dar, welches deren 
Pretiosen, insbesondere die Reliquien (die sogenannten „Heil- 
tümer“) im einzelnen anführt. Diese Heilti'imer des Domes 
wurden seinerzeit alljährlich am Sonntag nach Ostern in den 
Fenstern des sogenannten Heiltumstuhles, einem gotischen Bau 
werk, welches bis 1792 bei der Einmündung der Brandstätte 
auf den Domplatz gestanden war, öffentlich ausgestellt. Das A, 
hier ausgestellte Heiltumbuch ist eines der ganz seltenen Exem 
plare eines Frühdruckes aus der bekannten Wiener Offizin des 
Johann Winterburger aus dem Jahre 1502, dessen Verfasser der 
Wiener Ratsherr Matthäus Heuberger war. Als ein unvergleich- 
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