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Fehlens von Löschmannschaften, die his auf wenige treu geblie 
bene mit den Feuerlöschgeräten von den abziehenden deutschen 
Truppen mitgenommen worden waren, der Dom dem Wüten des 
Feuers schutzlos preisgegeben. Vielfach wird vermutet, daß 
unter den Geschossen, die von Norden kamen, auch Brandgranaten 
gewesen seien, eine Vermutung, die große Wahrscheinlichkeit 
besitzt, denn wenn Funkenflug die alleinige Ursache des Brandes 
gewesen wäre, so müßte das dem Brandherd näher gelegene 
Dach des erzbischöflichen Palais ebenfalls ein Opfer der Flam 
men geworden sein. Das Feuer fand am Gerüst des Nordturmes 
reichliche Nahrung; der Glockenstuhl der dort hängenden zweit 
größten Glocke, der Halbpummerin, stürzte mit brennenden Holz 
teilen in die Vorhalle des Nordturmes, an deren Wand das hölzerne 
Wimpassingerkreuz von den Flammen verzehrt wurde, aber das 
Feuer drang nicht in das Langhaus ein. Brennende Balken des Ge 
rüstes am Nordturm fielen auf das am Fuße des Turmes lagernde 
Gerüstholz und auf das Dach der Dombauhütte und zerstörten den 
Fachwerkbau samt den Resten des in der Steinmetzwerkstatt be 
findlichen Hutstocker’schen Epitaphs aus dem Jahre 1525, einem 
Werk des Meisters Konrad von Vlaucn. Am 12. fand das Feuer 
durch das große Westfenster, das den lichterloh brennenden 
Häusern gegenüberlag, und durch vom Dachstuhlbrand herunter 
fallendes brennendes Gehölz Zugang zur großen Orgel, die 
völlig verbrannte. Das Feuer blieb jedoch auf die Westempore 
beschränkt, ohne daß die darunter befindlichen Gegenstände, 
wie das hölzerne heilige Grab und anderes den geringsten 
Schaden erlitten. Am 12. fand das Feuer wahrscheinlich durch 
die großen, nur mit Holzverschalungen verschlossenen Maßwerk - 
fenster Zugang zum Glockcnstuhl im Südturm, wo die größte 
Glocke, die 20.000 kg schwere Pummerin hing, die durch die 
mit einem Bohlenbelag geschlossene Öffnung in die Vorhalle 
herabstürzte und in Trümmer zerschellte, aber nicht schmolz. 
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