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Das Gewölbe und Mauerwerk blieben unversehrt, nur das Waud- 
denkmal, das zur Erinnerung an die Befreiung • Wiens von den 
Türken im Jahre 1683 nach dem Entwürfe Helmers zur zwei 
hundertjährigen Feier errichtet worden war, wurde von den 
Trümmern der Glocke stark beschädigt. Auch hier richtete das 
Feuer keinen weiteren Schaden an. 
So war das Innere des Domes im wesentlichen unversehrt ge 
blieben, die Gewölbe hatten standgehalten, als in den ersten 
Morgenstunden des 13. April um zirka vier Uhr eine fünfzehn 
Meter hohe Mauer, die über der südlichen PfeäJcrreihe des Chores 
stand und zur Unterstützung des Dachstuhles diente, einstürzte, 
die Gewölbe des südlichen Seitenschiffes und des Mittelehores 
durchschlug, wodurch das brennende Daehgehölz in das Innere 
des Chores herabfiel und dort in den gotischen Ratsherrnstühlen 
und den darüber befindlichen Aufbauten des Kaiseroratoriuma 
und der Musikempore die kostbarste Nahrung fand. Das Mauer 
werk der Gewölbe und der 15 m hohen Dachstuhlmauer über 
deckte den neuen Brandherd im Innern des Chores und wie in 
einem Kohlenmeiler verkohlte das herrliche Gestühl restlos. Der 
Brand blieb infolge des Abschlusses durch den Schutt des abge 
stürzten Mauerwerkes auf diesen Teil beschränkt und das nur 
wenige Meter entfernte Gestühl der Domherren aus dem Jahre 
1647, der Hochaltar und das Friedrichsgrab blieben von den 
Flammen verschont, auch die Mauern sind nicht einmal von Rauch 
oder Ruß geschwärzt. Nur das am Triumphbogen hängende 
Kreuz ist in den unteren Teilen verkohlt. Es ist als ob sich das 
kostbarste Stück der Einrichtung für den Dom geopfert hätte. 
Die Katastrophe war vollendet. 
Erst im November 1945 stürzte ohne eine erkenntliche Ursache 
der bis daliin unbeschädigte Teil des Chorschlußgewölbes des 
südlichen Seitenschiffes über dem Friedrichsgrab ein, aber der 
Schutzbau hielt stand und nur einzelne eingedrückte Bohlen der 
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