gönnen worden war, mußte man doch bis zu seiner Fertigstellung
und Eindeckung Vorkehrungen für eine dauerhafte und wetterbeständige
Abdeckung des Baues treffen, die sehr rasch durchzuführen
möglich waren. Ein Stahlbetonflachdach mit 2100
Quadratmeter Grund fläche aus Fertigbalken und Holzziegeln
entsprach den Bedingungen und noch vor Einbruch des Winters
1946 war das Langhaus in jeder Hinsicht gegen alle Einflüsse
der Witterung geschützt, so daß auch ohne Dach für viele Jahre
keine Schädigung zu befürchten ist.
Für das eigentliche Dach wurde eine Stahlkonstruktion gewählt,
weil das Gewicht ungefähr dem Gewicht der alten Holzkonstruktion
entspricht und eine Änderung der Belastungsverhältnisse,
wie etwa bei einer Stahlbetonkonstruktion, den Pfeilern nicht
zugemutet werden konnte. Das Gewicht der fertigen Stahlkonstruktion
wird 600 Tonnen betragen, ungefähr so viel wie
der alte Dachstuh], während ein Stahlbetondachstuhl ein
Gewicht von 1450 Tonnen hätte. Im August 1946 konnte
mit der Aufstellung des Stahlgerüstes begonnen werden und nach
einer zeitbedingten Unterbrechung vom Jänner 1947 bis April
1948 sind die Aufstellungsarbeiten wieder im Gange und werden
voraussichtlich in Kürze, soweit das Langhaus in Frage kommt,
beendet werden. Das Dach wird genau in derselben Höhe ausgeführt
werden, wie das alte, weil die Form des Daches für die
Erscheinung des Domes im Stadtbild ebenso wichtig ist, wie
der Turm.
Auch die Dachdcckung wird in der gleichen Weise ausgeführt
werden, wie sie war und wie sie schon auf den ältesten Ansichten
aus dem 15. Jahrhundert ersichtlich ist. Die Dachziegel
werden in dem gleichen Werk hergestellt, wie die alten und
dieselben farbigen Glasuren erhalten. Es sind zehn Farbtöne,
weiß, cadmiumgelb, lichtocker, siena, rotbraun, dunkelgrün, hellgrau,
blau grau-dunkel, ultramarin und schwarz, insgesamt 329.000
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