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MAK

Full text : Paris à Vienne

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sich  für  sie  einsetzte,  und  Henri  Marcel  zog  sie  aus  aller  Verlegenheit, ­
  indem  er  ihr  für  ihre  Ausstellungen  die  Räume  des
Grand  Palais  zur  Verfügung  stellte.
So  gab  es  denn  Jahr  um  Jahr  wundervolle  Ausstellungen  mit
schonungslosen  Kämpfen  und  epochemachenden  Rehabilitierungen. ­
  Der  SALON  D’AUTOMNE  huldigte  der  Reihe  nach
Künstlern  wie  Gaugin,  Cezanne,  Odilon  Redon,  Puvis  de  Chavannes,
  Renoir,  Lautrec,  Courbet,  Rodin,  Carriere,  Boudin  und
Corot,  den  er  als  Porträtisten  entdeckte,  ferner  Monticelli,
Constantin  Meunier,  Outamaro,  Caillebot'te,  Bresdin,  Daumier
und  anderen.
Die  Dekorationsmalerei,  die  Typographik,  die  Buchillustration, ­
  der  Film,  die  Gastronomie,  der  Tanz,  das  Theater,  die
Musik,  die  Dichtkunst,  sogar  die  Photographie  finden  dort  ihren
Platz.  Die  Rangordnung  der  Künste,  die  Trennung  von  Schönen
Künsten  und  Kunstgewerbe,  ist  aufgehoben.  Der  Goldschmied
und  der  Keramiker  stehen  auf  derselben  Stufe  wie  der  Maler
und  der  Bildhauer;  der  Kunsttischler,  der  Tapezierer  und  der
Buchbinder  sind  dem  Architekten  und  dem  Kunststecher  gleich-20
  Jahre  reihte  sich  Ausstellung  an  Ausstellung,  und  so
wurde,  anfangs  noch  unbewußt,  der  Sieg  der  französischen
dekorativen  Kunst  vorbereitet,  den  die  Internationale  Ausstellung ­
  der  dekorativen  Künste  des  Jahres  1925  darstellte.
Der  SALON  D’AUTOMNE  ist  aber  auch  der  Schmelztiegel,
in  dem  alle  Bestrebungen  der  modernen  Künstler  zusammenfließen. ­
  Alle  großen  Kunstrichtungen  sind  entweder  von  ihm
ausgegangen  oder  haben  in  ihm  die  ihrer  Entwicklung  günstige
Atmosphäre  gefunden.
Seit  1903  kann  die  temperamentvolle  Jugend  dort  ihrer  Phantasie ­
  freien  Lauf  lassen.  Im  SALON  D’AUTOMNE  haben  sie  den
Anschluß  an  die  Neo-Impressionisten,  die  „Luminaristen“,  die
„Nabis“,  die  Symbolisten  gefunden:  Henri  Matisse,  Marquet,
Manguin,  Valtat,  Camoin,  Vlaminck,  Dufy,  Friesz,  Derain
stellen  dort  zusammen  mit  Van  Dongen,  Rouault,  Kupka  aus.  Man
richtet  Sektionen  ein,  eine  musikalische,  eine  literarische,  eine
Theatersektion  und  veranstaltet  Vorträge  zu  Ehren  der  umstrittensten ­
  Musiker,  Schriftsteller  und  Dichter.
Im  Jahre  1906  ruft  der  ausgezeichnete  Dekorationskünstler
Charles  Rivaud,  der  Vater  des  Majors  Andre  Rivaud,  die  Sektion
für  dekorative  Kunst  ins  Leben.  Im  Jahr  1909  fällt  es  Manguin

gestellt.
Durch
            
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