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Full text: Albrecht Dürer und die Graphik der Reformationszeit

ist die Taufe Christi zwischen Engel mit den Marterwerkzeugen gestellt und dem 
gegenüber im oberen Streifen der die Apokalypse schreibende Evangelist Johannes 
mit der Vision des apokalyptischen Weibes, Maria mit Kind. Diese Szene ist zwischen 
die babylonische Hure mit Drachen und den Engel mit dem Schlüssel zum Abgrund, 
in den er den Drachen fesselt, gestellt. Als Verbindungsbilder links und rechts neben 
der Schrifttafel die Allegorie des Todes gegen die Allegorie der Welt — gezeigt in 
der Austreibung der Wechsler aus dem Tempel, als Bild für den Kampf der Reforma 
tion gegen das Geldunwesen der Kirche. Unter diesen beiden Bildern ist die Über 
windung des Todes und der schlechten Welt durch die Gnade Christi zu verstehen. 
Literatur: 
B. App. 30 — Dodgson, Catalogue, I, S. 353, 11; S. 415, 85; S. 433, 28 — Winkler, 
Klassiker, 4. Aufl., S. 360 — Tietze, II, A 221 — Panofsky, II, 390. 
46 TITELEINFASSUNG ZU „VO DER MESSE PROPOSITIONES PH1L1PPI 
MELANCHTONIS MDXXV“ 
Holzschnitt, 17,7:11,8 cm 
Dürerschule, anonym, vor 1525 
Ritter, S. 87; Inv. Nr.: 3345 (65/33) 
Architektonische Titeleinfassung mit zwei musizierenden Putten. Italienisierende 
Richtung der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, im Groteskenstil mit Trophäen. 
47 TITELEINFASSUNG ZU „EIN BRIEFF D. MART. LUTH. . . . WITTEN 
BERG MDXXXII“ 
Holzschnitt, 19,5:13,7 cm 
Anonym, 1520—1530 
Ritter, S. 87; Inv. Nr.: 1680 und 2384 (B I 88 und 65/34) 
Vereinfachte Fassung von Kat. Nr. 46. 
Literatur: 
Luther: Taf. 116c, dort mit Drucker Friedrich Peypus, Nürnberg 1532, angegeben. 
48 TITELEINFASSUNG ZU „ERMANUNGE ZUM FRIDE AUFF DIE 
ZWELFF ARTICKEL DER BAWERSCHAFFT YNN SCHWABEN. MARTI 
LUTHER WITTEMBERG 1525“ 
Holzschnitt, 14,5:10,4 cm 
Anonym, vor 1525 
Inv. Nr.: 8310 (BI 31), gebunden in einen Sammelband reformatorischer Schriften 
Architektonischer Rahmen mit italienisierenden Groteskornamenten und Putten in 
Abhängigkeit von dem Pirkheimer-Rahmen Dürers (Dodgson, Catalogue, I, S. 361, 33). 
Literatur: 
Luther: Taf. 109, dort mit Angabe Michael Blum, Leipzig 1526—1535. 
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