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MAK

Full text : Ausstellung von Arbeiten der österreichischen Kunstindustrie 1850 - 1914

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Das  Exlibris.-Sammeln  soll  über  150  Jahre  alt  sein.  Damals  war
es  nur  eine  Sonderlingsschrulle.  Heute  ist  es  eine  Mode,  und  manche
glauben  sogar,  eine  Krankheit.  Der  größte  Sammler  war  Sir  August
W^ollaston  Franks,  der  es  auf  110.000  Exlibris  brachte.  Nach  seinem
Tode  bekam  das  British  Museum  in  London  den  Schatz.  Das
Sammeln  gab  dem  Exlibris  einen  Kurswert,  der  im  Steigen  ist.
Für  das  unsichere  Düren-Blatt  des  Kress  von  Kressenstein  zahlte
man  auf  einer  englischen  Auktion  90  Mark,  Klinger^Exlibris  erzielen
150  Mark  und  mehr,  ein  seltenes  Blättchen  von  C.  W.  Sherborn
wurde  von  Ellis  in  London  mit  210  Mark  ausgeboten.
Berühmte  Namen  stehen  auf  den  Exlibris.  Große  Künstler  haben
die  Aufgabe  nicht  zu  klein  gefunden.  Eine  Vergangenheit  flößt  uns
Ehrfurcht  ein,  eine  Gegenwart  verführt  uns.  Wir  staunen  über  die
Unerschöpflichkeit  der  menschlichen  Phantasie  und  lassen  uns  von
dem  stillen  Lied  der  Schönheit  in  die  Träume  der  Himmel  wiegen.
HANS  EFFENBERGER

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