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Full text: Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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Sic 5jt«i(btf(f)e Stmji. 
allemal angewanbt, offenbar baS 5ßuluer ju febr »erneuern 
müfte. §ier aber ift bie SämmerungSftimmung in ber weiten 
Si*ta gcrabe unbeimli* genug gegeben, um einem bie 9iätb= 
licbleit, baS Sulöer trotten ju halten, febr einleu*tenb ju ma*en. 
Sei) bin bamit nun ju ben £bier= unb £anbf*aftSmalern ge= 
tommen, unter benen 0. o. Sporen einen fo fjeroorragenben ißlab 
einnimmt. ©*üter ober Dlacbaluner Sronon« ift berfelbe, wie 
bie if)m au* »erwanbten SRanjoni unb Serres »orjugSweife 
©timmungSmaler. ©einetub, bie im f*neebebecften 3öalb ft* 
obnmä*tig eines SBolfS ju erwebren fu*t, ift, wie baS eben be 
triebene Silb, eine büfter wirfungSöoll gestimmte trefflicheSeiftung. 
greunbli*er ftnb Sanjoni’S Silber, beren einige febr bübf*e 
Stotioe geigen. 9t. £uber, ebenfalls Srobaner, bat au* febr 
bübf*e Sferbe unb 2anbf*aften. 2lu* Süblmeöer gibt einige 
gute Stbierftücfe, wie «ßauftnger lebenbig componirte ©emfen. 
Unter ben SBiener £anbf*aftem ift Zettel ber feinfte unb 
ftimmungSoollfte, ein ungewöbnli* begabter Golorift. ©eine 
Silber »om frinterfee, bie „Siebweibe am gBaffer" unb ganj 
befonberS bie ©tranbfeene bei SHebbe finb reijenb tünftlcrif* 
anfbru*sloS aufgefafet, fein unb bef*eibcn colorirt, befon= 
berS ift baS Ungenannte, au* fonft baS originellfte, ein 
mabrer Suwel, um ben ibn alle blutigen 8anbf*after be= 
neiben tonnten. Steuperft brillant unb energif*, an 2t. 2t*en= 
ba*S ähnliche Silber erinnernb, ift au* eine SMnbmüble 
an bem Ganal einer fleinen boltänbxfdf?en ©tabt uon 9h*, 
einem febr tü*tigen, aber, wie fein fonft trefflicher ©*lo6bof 
bei SurgeiS geigt, f*on jur Stanier neigenben Statur aliften. 
Sei grojier @ef*i<fli*feit ber .$anb liegt baS eben gar nabe, 
aber man wirb bann talt unb feelenloS wie alles SluSwenbig^ 
gelernte. — ©ebr feine unb eigentbümli*e ©timmungSbilber 
gibt au* 2i*tenfelS, bo* finb feine beften ni*t hier, fonbetn 
in ber EuSftellung beS JtünftlerbaufeS. — 3tuet ebenfo reijenb 
poetif* geftimmte als glänjenbe coloriftif*e Seiftungen finben 
Wir au* an 2)itf*einerS Sbtorgen unb 2Cbenb, enbli* ©*inb; 
lerS breit unb großartig bingefebter Partie aus bem Srater 
ober fonft einer berartigen ©egenb. 
Unter ben älteren, no* in ihrer beutf*en Sluffaffung unb 
$e*nit oerbarrenben ft'ünftlern nehmen §anf* mit feinen oer:
	        
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