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MAK

Full text : Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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Die  bciitfcbc  ffinlcrci.

5!ur  ber  geiftreicbe  Schlachtenmaler  Sranbt,  wohl  ein
Xeutfcbpole,  geigt  uns  in  feiner  ßntfe|ung  2öienS  burd)  bie
Jiirien  1683  ein  ebenfo  impcnirenbcS  als  eigentümliches  SBifb.
3)er  ßünftler  bat  babei  »orjuggtueife  bie  3:b)ätigfeit  ber  $o!en
äur  Sarftellung  auSerfeben,  unb  jwar  gerabe  ben  IDtoment,  wo
bie  gepokerten  polnifcbcn  Leiter  alle»  »or  ficb  niebertcerfenb,
ober  in  wilber  glucbt  »or  fid)  bertreibenb,  bi»  ins  türfifebe
Säger  »orgebrungen  finb.  SiefeS  fiebt  man  fid)  redjtS  weithin
ausbebnen,  ber  9?orbergnmb  wirb  non  ben  $wci  ©nippen  gliebem
ber  eingenommen,  jVüifdben  benen  fid)  bie  $olcn  mie  ein  teil
bineinfdficben,  wäbrenb  ein  anberer  ibeif  berfelben  ficb  auf  bie
liufS  noch  in  georbneten  Dleiben  miberftebenben  Surfen  wirft,
hinter  ben  Ißoleu  gewährt  man  bann  noch  bie  langen  3ügc
ber  im  gentrum  oorbringenben  Deftrcicber  unb  33apern,  unb  galt?,
;u(ef,t  im  2lbenbfonnengIanj  begränjen  bie  Sbürate  SBienS  "ben
■Öorijont.  Sie  ungeftüme  ^Bewegung  biefer  ungeheuren  SRaffen
ift  mit  feltener  Energie  unb  Sebenbigfeit,  alles  (Sinjelne  mit
ungewöhnlichem  malerifcben  Safent  gefebilbert,  befonberS  finb
bie  Sürfen  Portrefflid),  freilich  ift  in  biefem  ganjen  ©cmübt  fein
einziger  Ulenfch,  ber  einen  bureb  feinen  gfmrafter,  fein  »e*
nehmen  feffeln  fönnte;  eS  fehlt  an  einem  Slittelpunft,  bafür  ift
aber  bas  SRaffenbafte,  baS  Slufgeben  beS  ©keinen  in  bemfelben
überjeugenb  gefebilbert.
®aS  man  aber  and)  gegen  biefe  moberne  Schlachtenmalerei
haben  mag,  fo.mufs  man  bod)  gefteben,  bafi  fie  hier  bie  erfte  unb
febmerfte  39ebingung,  einem  gleich  »on  weitem  ju  jeigen,  wa&
in  ber  ßauptfacbe  »ergebe,  entfebieben  erfüllt;  baS  »ilb  bat
weit  mehr  Stimmung,  als  alle  feiner  ©attung,  bie  fonft  nod)
auf  ber  SluSftellung  ju  feben,  macht  babei  als  reiche  farbige
©febeinung  eine  wahrhaft  pracbtoolle  Sffiirfung.
3Bie  Wenig  bie  Schlachtenmalerei  fonft  rfod)  gebradit,  habe  ich
bereits  angebeutet.  Unter  ben  Münchnern  finb  mir  eine  Scene
auS  bcr  Schlacht  non  SBortb,  twn  Souis  Staun,  wie  ber  faiferliehe
  tronprin§  nach  ber  Schlacht  bureb  baS  brennenbe  Sßörtb
reitet  unb  bon  ben  Sapern  jubelnb  empfangen  wirb,  ob  ihrer
eöarafteriftifcben  llettigfeit  beS  Details,  fowie  »on  Sang  jenes
grope  Slrtilleriegefecht  bei  3Sillepion,  wo  bie  baperifdjen  ©efchüpe
fidt  fo  ausgezeichnet  unb  man  ßSrins  Seopolb  feine  ^Batterie
            
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