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noch befiel-, finb mächtiger unb ebter auf gef aßt, als alle übrigen
Porträte ber beiben. Stucb als SSßernevä 2Rclt!e im Stubier*
jimmer, ber weit nicht fo glücflicb ifi, als ber »or 5ßari§.
Steffel bat einen offenbar preuftifdien ^ringen gegeben 311 fißferbe,
elegant unb gewiß ähnlich, wenn auch ber Saul im ©runbe im
terefianter auSfiebt, als fein Dfeiter. ßbenbeßbalb finb mir aurf)
feine beiben ißferbeportraitS ebne [Reiter lieber. $011 ben
fonftigen IßortraitS ift eins »on SRöting burdi feine meifterfiafte
©baralteriftil, eine grau im weißen fleibe pon Siebter, burd)
ben angenehmen 3luSbrud unb garbenjauber befonberS interefiant.
lud) gr. taulbacb, ©räf, §ilbebranbt unb befonberS Scbolj in
Sresben, haben feböne Arbeiten ber 31rt, bie nur alle mehr
ober weniger an einer gewiffen SRüchternbeit halb ber 6ompofitiort,
bod) mcift ber gärbung leiben, weil fie fid) nie genug
auf bie Benüßung beS fjellbunfelS »erflehen. [Recht hübfd) ift
ein gamilienbilb »on [ßaulfen, eine elegante junge ÜRutter, bie
;wei bitte greunbinnen ihren drftgeborenen präfentirt, wobei
tiefe natürlich in baS obligate ©ntjüden über feine Schönheit
auSbrecfien, welche bie babinterftebenbe 3lmme mit Stolj auf
ihre [Rechnung fchreibt. 2)aS Bilb ift fo norbbeutfeh, baß eS
felbft, wenn e» nicht fo »iel befier gejeichnet unb befonberS colorirt
wäre, als ber berühmte Stee»enS immer noch ©lüd machen
müfitc. 3Iucb älmbergä elegante SSorleferin einer romantifdjen
©efebiebte im Sßalbe, ber aubere Badfifcbe in bödfiter Spannung
juhören, ift Ifilbfcb erfunben.
~odi liegt ber Scbwerpunft ber norbbeutfehen SluSftellung
offenbar nicht an ber gang wie bie SSBiener etwa® äerfahrenen
unb mobernen berliner fünft, wie achtbar auch oiele» baoon
fei, fonbern in Süffelborf, unb ihre eigentlich allein flaffifcben
perlen finb nicht bie großen bißorifeben ©emälbe, ein wie bebeutenber
tedmifeber gortfefiritt fich auch unläugbar bei ihnen
jeige, fonbern bie {[einen ©enrebilber eines fnauS unb 35autier
u. 3t. m., ju beiten ich nun übergehe. Sicfe aber fueben
ihre» gleichen »ergeben» in ber gangen SluSfteUung, eS wäre
beim bei gSaffini, benn felbft 2)efregger fteht ihnen Wohl
an Begabung, aber ganj gewiß nicht an fünft-lerifcher 31uSbilbung
ober 2Beite be» ,5orijontS gleich, wie id) mich bei
näherer ltnterfuchung benit boch halb überjeugen mußte. @S