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MAK

Full text : Kunst und Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

35ic  bcutfrtjc  Malerei.

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licßfeit,  aber  auch  feinem  ultrafonferöatiben  balsftarrigcu  Sinn.
Daß  bie  aber  eine  ©runblage  ber  bürgerlichen  ©efeUfcßaft  abgeben,
  mic  ihrer  fein  Staat  in  ber  SBelt  eine  befferc  unb  folibere
bat,  ba«  ftebt  man  frei  lieb  augenblicflidi.  23ie  ernft  bie  Sache
gemeint  ift,  ba«  feßen  mir  nicht  nur  aus  ben  funfclnben  Eugen
ber  Sltänner,  fonbern  auch  barau«,  baß  fte  ganj  nüchtern  berathen,
  fein  ©etränt  oor  fich  haben.
©o  Diel  für  bic  Seßanblung  be«  Stoffe«,  aber  ba«  artiftifdhe
Sntcreffe  übermiegt  hier  faft  noch  ba«  ftoffliehe,  fo  granbio«
finb  bie  .teile  gegeid?net,  mit  folgern  Serftänbniß  mobeHirt.
Dabei  hat  bie  /färbe  eine  traft  unb  t  larbeit,  bie  Stäche  jeugt
oon  einer  geiftreieß  großartigen  Sleifterfcbaft,  baß  nach  biefer
©eite  ßht  Weber  Sautier  unb  noch  fiel  weniger  Defregger  fich
gleicher  §öße  berfelben  rühmen  föitneu;  ja,  baß  fte  abfolut
ihre«  gleichen  in  ber  ganzen  tunfthalle  nicht  mehr  finbet.  5tur
bie  Unterförper,  fpejiell  bie  Seine  halten  mit  ber  Sortrefflicßfeit
ber  topfe  unb  §dnbe  nicht  ganj  gleichen  Schritt,  finb  etwa«
ju  bürftig,  wie  e«  benn  unjtoeifethaft  ift,  baß  fo  große  lieber,
legenheit  bic  beutfehe  tunft  in  ber  ©eelenmalerei  unb  ber  ©haraftcriftif
  befißt,  bie  franjöfifche  fie  nach  biefer  teeßnifeben  ©eite
einer  gewiffenhaften  Durcharbeitung  boch  immer  noch  übertrifft.
SRächft  tnau«  behauptet  Sautier  unbeftritten  ben  erften
'fJlaß  unter  unfern  ©enremalern.  tälter,  aber  auch  forrefter,
weniger  ooll  »on  fprühenbem  Seben,  ftatt  ber  Snfpiration  bie
SJtefleyion  jeigenb,  aber  ebenfo  feiner  ^Beobachter  unb  oft  auch
ebler  unb  ftubirter  in  gorm  unb  Seßanblung,  fteßt  er  tnaus
faum  irgenbwie  nach.  @3  Wäre  benn  in  ber  ©lutß  ber  ffarbe,
ba  er  entfprechenb  feinem  feßr  biel  füßleren  Temperament  nicht
eigentlich  Solorift  ift,  ja  fo  Wenig  Ton  h®t,  baß  er  °f t  faft
bunt  Wirb,  unb  in  einer  mit  bem  beiberfeitigen  Naturell
genau  jufammenhängenben  geringeren  paefenben  traft,  tnau«
unenblicßer  §umor  oerwanbelt  fiep  bei  ißm  oft  in  leiste  Ironie,
ba«  (Slegifcße  glücft  ihm  faft  beffer  al«  ba«  §umoriftifd)e,  hi«
jeigt  er  aber  auch  oft  ba«  tieffte  ©efüßt,  ift  bem  leichtblütigeren
Änau«  feinerfeit«  überlegen.  —  @r  wäre  gegen  biefen  entfchie,
ben  im  Sacßtheil,  wenn  er  bloß  feine  in  ben  beutfehen  Sälen
befinblidjen  Silber  hier  hätte;  fo  febön  fein  neben  tnau«  au«=gefteltter
  Sauerntanjweifter  auch  ift,  ber  ben  ©cßwarjwälber
            
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